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Can't be silent

The Refugees

Sie sind hochbegabte, feinfühlige Sänger und Instrumentalisten. Um ihre erstklassige Mischung aus Reggae, Jazz, HipHop und Balkanbeat würden sich einige Weltmusiklabels reißen. Sie sind Musiker aus Afrika, Russland, dem Balkan und Afghanistan und leben als Asylsuchende in deutschen Flüchtlingsheimen in Reutlingen, Gifhorn oder Bramsche. Eigentlich dürfen sie hier weder reisen noch arbeiten. Eigentlich. Denn da ist Heinz Ratz. Er hat 80 Asylbewerberheime in Deutschland besucht und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden. Seine Combo „Strom & Wasser" wurde kurzerhand noch durch ein „feat. The Refugees" erweitert. Die erste CD des neuen Bandprojekts erhielt brillante Rezensionen bis hin zu einem weltweit ausgestrahlten halbstündigen Bericht der BBC.

Dokumentarfilm zur Tour

Julia Oelkers begleitet in ihrer Mischung aus Musikfilm und politisch engagierter Dokumentation dieses Bandprojekt als Prozess der Annäherung: falsche Töne und harmonisches Zusammenspiel, Lampenfieber und Erleichterung, leere Säle und donnernden Applaus, Enthusiasmus und professionelle Routine. Erst allmählich rückt das schwierige Alltagsleben einiger Bandmitglieder in den Fokus. Sie leben mit vielen Menschen auf engem Raum, haben keine Möglichkeit zu üben oder ihr Instrument zu spielen, sind von Abschiebung bedroht und haben traumatische Erfahrungen auf der Flucht gemacht. Ihr Aufenthaltsstatus ist unsicher, die Zukunft mehr als ungewiss. Die Band ist für sie die Chance, aus der Einsamkeit auszubrechen. „Viele Deutsche wissen nicht, was in Deutschland passiert. Es gibt Menschen, die überrascht sind, wenn wir sagen, dass wir mit 5 oder 6 Personen in einem Raum leben. Sie finden es seltsam: Wie kann man dort leben? Wie geht das? Wenn es für sie seltsam ist, bedeutet das, dass sie sich nicht bewusst sind über das was geschieht. Wir müssen ihnen die Informationen geben und vielleicht eine Lösung finden, die wir gemeinsam erkämpfen können. Das ist wichtig für uns." (Revelino, 24, von der Elfenbeinküste)

Filmpremiere: 13. August 2013 im Freilichtkino Kreuzberg

Mehr Informationen: http://www.cant-be-silent.de

Flüchtlingsmusiker haben Aufenthaltstatus

Brief von Heinz Ratz am 9. Juli 2014

Liebe Freunde,

dies ist eine einmalige Mail, um euch über den Erfolg der Petition zu unterrichten.

Es freut mich sehr, euch mitteilen zu können, dass unsere Bemühungen, für die Flüchtlingsmusiker erfolgreich waren. Nicht zuletzt durch eure Hilfe, viel Beharrlichkeit, Diplomatie und Medienunterstützung kann ich euch die freudige Mitteilung machen, dass Sam aus Gambia, Nuri aus Dagestan, Jacques aus der Elfenbeinküste bereits einen Aufenthaltsstatus in Deutschland bekommen haben und Revelino aus der Elfenbeinküste und Hossain aus Afghanistan kurz davor stehen.

Danke!!!

Neues Projekt: Fluchtschiff

Wenn ihr euch wieder so toll, diesmal für die noch viel verzweifeltere Situation speziell von Flüchtlingsfrauen, engagieren wollt, findet ihr alle Infos zu unserem neuen Projekt auf http://www.fluchtschiff.de

Herzlich grüßt und dankt euch,
Heinz Ratz