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Unterstützte Projekte 2012

Kreativ, vernetzend und widerspenstig

Netzwerk hat im Jahr 2012 35 Projekte finanziell und 10 Projekte infrastrukturell unterstützt. Darüber hinaus wurden circa 90 Projekte direkt zu allen Fragen der Selbstorganisation beraten.

FÖRDERSCHWERPUNKT Zwangsräumungen verhindern!

Das Bündnis "Zwangsräumung verhindern!" hat sich spontan organisiert und hat am 22. Oktober diesen Jahres mit Nachbar_innen und Aktivist_innen eine Räumung in der Lausitzer Str. 8 verhindert. Der nächste Räumungstermin ist für den 12. Dezember 2012 angesetzt. Auch diesen möchte das Bündnis verhindern und noch mehr Menschen mit Flyern, Plakaten und einer Veranstaltung zum Thema: "Formen des zivilen Ungehorsams" mobilisieren. Netzwerk unterstützt die Gruppe bei der Öffentlichkeitsarbeit.

FÖRDERSCHWERPUNKT Randnotizen ­ - Stadtteilzeitung im Schillerkiez

Die Randnotizen sind eine unregelmäßig erscheinende Stadtteilzeitung in Berlin­ Neukölln. Es sind bereits 7 Hefte herausgegeben worden, die die Arbeit und Ausrichtung des Quartiersmanagement kritisch beleuchten, die Entwicklungen der Öffnung des Tempelhofer Feldes kritisch thematisieren und sich mit anderen Neuköllner Themen beschäftigten.Netzwerk untertützt die Gruppe bei der Anschaffung von Sachmitteln.

Gemeinsam gegen Nazis - Antifa Demo und Konzert am 30. April 2013

Das Antifaschistische Bündnis Süd­Ost ist eine antifaschistische Gruppe aus dem Südosten Berlins, die kontinuierlich gegen nazistische Umtriebe arbeitet. Der Bezirk Treptow­-Köpenick ist für ein hohes Aufkommen von Neonazis bekannt, wobei sich inzwischen eine entsprechende Infrastruktur der rechten Szene entwickelt hat, die allerdings immer wieder von engagierten Personen versucht wird zu durchbrechen. Für das nächste Jahr ist eine große Demo geplant, die am Vorabend des 1. Mais stattfinden und mit einem Konzert im Krahnbahnpark beendet werden soll. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für die Bühne.

Kampagne gegen die Privatisierungspolitik in der Bundesrepublik

Der Verein Gemeingut in BürgerInnenhand (GIB) existiert seit Ende 2010 in Berlin und tritt für die Bewahrung und umfassende Demokratisierung aller öffentlichen Institutionen, insbesondere der Daseinsvorsorge, ein. Für das kommende Jahr plant die Gruppe - anlässlich der Bundestagswahlen - eine umfangreiche Informations­- und Mobilisierungskampagne für eine Gesetzesänderung in Bezug auf die Privatisierungspolitik in Deutschland. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten der Öffentlichkeitsarbeit.

Jour fixe Initiative - Veranstaltungsreihe „Wachstumskritik"

Die Jour fixe Initiative existiert seit 1997 und organisiert alljährlich Veranstaltungsreihen zu unterschiedlichen Themen kritischer Gesellschaftstheorie. Zu den Themenreihen werden Referent_innen aus unterschiedlichen Disziplinen und sozialen Bewegungen eingeladen. Ab Januar 2013 werden einmal monatlich sieben Veranstaltungen zum Thema Wachstumskritik in der NGBK in Kreuzberg tattfinden. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

20 Jahre „Silvio-Meier-Demonstration"

Die Antifagruppe A2B nimmt das Jubiläum der Gedenkdemonstration zum Anlass, mittels einer Broschüre diesen Teil der letzten 20 Jahre linker Geschichte in Berlin zu dokumentieren. Die Broschüre soll die jährlich wiederkehrende Auseinandersetzung um die Demonstration aufzeigen und den damit einhergehenden Wissenstransfer initiieren. Neben der Beschreibung der damaligen Gegebenheiten sollen auch die stattgefundenen Demonstrationen sowie deren dazugehörige Bewerbung, exemplarisch betrachtet werden. Darüber hinaus werden Verwandte, Freund_innen und damalige Genossen_innen einen persönlichen Eindruck von Silvio vermitteln. So soll die Broschüre eine breite inhaltliche Auseinandersetzung bieten sowie linke Geschichte dokumentieren und kann gleichzeitig auch als Hilfestellung z.B. bei der Pressearbeit genutzt werden.Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

InterKreuzHain - Die Interkulturellen Wochen

Das antirassistisch engagierte Organisationsteam „InterKreuzHain" veranstaltet von Oktober - November 2012 die interkulturellen Wochen. Das Projekt richtet sich gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und ist eine Reaktion auf die Affektlage, die die Sarrazindebatte aktiviert hat und dient der Förderung von interkulturellen politischen Debatten, durch eine Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen. Netzwerk fördert die Öffentlichkeitsarbeit.

FÖRDERSCHWERPUNKT Kotti und Co. Protest-Haus (Gecekondu) am Kotti

Seit Ende Mai 2012 steht das das Protest-Haus (Gecekondu) gegen hohe Mieten und gegen Verdrängung am Kotti und versucht auf die Mietsituation in Berlin-Kreuzberg aufmerksam zu machen. Seitdem wird Tag und Nacht auf der Straße campiert, um gegen die Politik des Senats zu protestieren. Die Mieten steigen jährlich und schon jetzt gibt jede zweite Familie 40-50% ihres Einkommens für die Miete aus. Die Gruppe organisiert Demos, Kundgebungen und hat sich mit anderen Mieterinitiativen zusammen geschlossen und ihre Forderungen der Regierungskoalition überreicht. Für ihre weitere Arbeit und den Druck neuer Materialien für das Camp gibt Netzwerk finanzielle Unterstützung.

FÖRDERSCHWERPUNKT Keine Rendite mit der Miete - Lärmdemo

Die Vorbereitungsgrgruppe der Bündnis-Demonstration besteht aus Mieter_inneninitiativen, politischen Gruppen und Einzelpersonen. Gemeinsam wollen sie sich gegen Mietsteigerung, Verdrängung und die zunehmende Privatisierung der Stadt zur Wehr setzen. Sie unterstützen oder initiieren die unterschiedlichsten Aktionen, die von Veranstaltungen über Demonstrationen bis hin zu Hausbesetzungen reichen können. In diesem Zusammenhang plant die Gruppe (gemeinsam mit Kotti & Co.) die Lärmdemo am 10. November 2012. Netzwerk finanziert den Druck von Flyern und Plakaten.

Das Organisationskomitee der streikenden Asylbewerber in Deutschland

Am 8. September 2012 starteten in Würzburg viele Asylbewerber_innen und Aktivist_innen gemeinsam einen Protestmarsch nach Berlin, um gegen die diskriminierenden Sondergesetze der Flüchtlinge zu demonstrieren. Sie sollen Anfang Oktober in Berlin eintreffen. Das Komitee möchte dann gemeinsam mit ihnen demonstrieren, bis die Forderungen erfüllt sind. Sie planen ab der 2. Oktoberwoche mit ca. 100 Flüchtlingen bis Ende November ein Protestcamp einzurichten. Dafür benötigt das Komitee Schlafsäcke, Zelte, Isomatten und Planen sowie Transpis und Plakate, Flyer und Flugblätter und erhält dafür Unterstützung von Netzwerk.

Dokumentarfilmprojekt über Eva Vater

Der Dokumentarfilm des unkommerziell arbeitenden Filmteams, erzählt die Geschichte der heute 90jährigen lettischen Jüdin Eva Vater, die inzwischen in Tel Aviv wohnt. Als junges Mädchen entschloss sich Eva, als eine von 5000 lettischen Juden und Jüdinnen, in die Rote Armee einzutreten, in der sie bis zum Mai 1945 gegen die faschistischen Truppen kämpfte. Ihre Familie gehört zu den 70.000 von Deutschen und Letten ermordeten lettischen Juden und Jüdinnen. Der Film ist bereits fertig gestellt und soll auch im Rahmen antifaschistischer politischer Bildungsarbeit genutzt werden.  Netzwerk finanziert einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit.

Antifaschistische Bildungswochen in Brandenburg/Havel

Eine Antifaschistische Gruppierung und die Linksjugend planen von September bis November 2012 Antifaschistische Bildungswochen in Brandenburg an der Havel. Ein derartiges Projekt existierte bisher dort noch nicht und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich aktiv mit Themen rund um Antifaschismus auseinandersetzen wollen. Neben einer wöchentlichen Filmreihe sollen fünf Workshops, ein Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde und zwei Infoabende stattfinden. Abschließend an die Bildungswochen am 9. November 2012 soll ein Solidaritätskonzert des Antifaschistischen Netzwerkes Brandenburg/Havel-Premnitz Rathenow stattfinden. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für Infrastruktur.

Archivierung des fotografischen Nachlasses von Hans Otto Göpfert

Der Fotograph Hans Otto Göpfert verstarb im letzten Jahr nach langer Krankheit. Das Umbruch Bildarchiv hat nun die Möglichkeit den gesamten Nachlass zu archivieren, somit vor Kommerzialisierung zu bewahren und allgemein zugänglich zu machen. Die zahllosen Aufnahmen dokumentieren 40 Jahre internationaler Zeitgeschichte. Von Indien, Südostasien und Lateinamerika bis hin nach Berlin - Kreuzberg. Netzwerk finanziert den Ankauf des Materials.

Berliner Energietisch - Volksbegehren „Neue Energie für Berlin"

Der Berliner Energietisch will mittels des dreistufigen Volksgesetzgebungsverfahrens die Rekommunalisierung der Stromnetze und die Gründung eigener Stadtwerke erreichen, um die Energiewende in Berlin voranzubringen und eine demokratische, ökologische und soziale Energieversorgung zu ermöglichen. Die erste Phase des Volksbegehrens wurde mit mehr als 30.000 Unterschriften erfolgreich abgeschlossen. Die zweite Phase - 173.000 gültige Unterschriften - steckt bereits in intensiver Arbeit. Damit auch die zweite Phase ein Erfolg wird, soll die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Daran beteiligt sich Netzwerk.

Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark

Auch in diesem August findet wieder das Antifaschistische und Feministische Bau- und Begegnungscamp auf dem Gelände des ehemaligen KZ für Mädchen und Frauen Uckermark statt. Im Rahmen der Vorbereitungen und des Camps sind Veranstaltungen (Rundgänge, Büchertisch, Filmvorführung, Diskussion und Begegnung mit Überlebenden) zur Geschichte und zur historischen sowie aktuellen Situation des Gedenkortes geplant. Schwerpunkt liegt auch 2012 auf der Begegnung mit Zeitzeuginnen sowie die Anknüpfung an bisherige Workcamps (Instandhaltungsmaßnahmen, allg. Arbeit auf dem Gelände, dass noch nicht erschlossen ist, Vertiefung des Informationsangebots in Form von Öffentlichkeitsarbeit) für Besucher_innen z.B. in Form des Audioguide). Netzwerk unterstützt dieses Projekt zum dritten mal.

Politisches Festival "Disteln im Beton - Jetzt erst recht"

Die Nutzer_innen und Macher_innen des Haus der Jugend „Bunte Kuh" plant ein dreitägiges politisches Festival in Berlin-Weißensee. In Weißensee hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr eine feste rechte Szene entwickelt, welche die öffentlichen kulturellen Angebote des Bezirks unterwandern. Diesem Zustand will die Gruppe mit dem Festival etwas entgegensetzen und gleichzeitig in jungen Menschen Interesse an gesellschaftspolitischen Themen wecken. Dazu soll Jugendkultur mit politischen Projekten durch Infostände, Info-Veranstaltungen und Konzerte verschiedener Gruppen zusammengebracht werden. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für die Bühnenmiete.

Migrantische Selbstorganisation

Die anti-rassistische Initiative Togo-Action-Plus e.V. (ITAP) ist ein noch recht junger und kleiner Verein, der sich 2010 mit dem Ziel gründete, über die unmenschlichen Bedingungen für Flüchtlinge in der BRD aufzuklären. Anlass waren die gravierenden hygienischen Bedingungen, der diskriminierende Umgang seitens der Beschäftigten und vor allem der Selbstmord eines togolesischen Mitbewohners aufgrund der rassistischen Zustände im Lager Hohenthurm bei Halle. Seitdem arbeitet der Verein aktiv für die Rechte und die Verbesserung der Bedingungen für Flüchtlinge (Deutschkurse, Aufklärungsarbeit zu desolater Unterbringung und Rechte der Asylsuchenden etc.). Netzwerk unterstützt den Verein bei der Finanzierung der Öffentlichkeitsarbeit.

Projektgruppe „Bitte warten..." - Theaterstück gegen den deutschen Normalzustand

Eine selbstorganisierte Gruppe nimmt die Diskussion um Rassismus in Folge der NSU-Mordserie, die Debatte um Integration, Islam und herrschende Migrationspolitik in Deutschland zum Anlass, ein Theaterstück zu entwickeln. Bei dem Stück soll nicht stellvertretend für Menschen in Asylverfahren gesprochen werden, sondern die Mechanismen der Ausgrenzung im Vordergrund stehen. Es geht um den Alltag der Behörden, wie diese „arbeiten", handeln und entscheiden und darum, diese Abläufe in Frage zu stellen, ohne die komplexe Situation zu vereinfachen. Dabei soll authentisches Material (Protokolle, Gespräche, Dokumentationen) verarbeitet werden. Das Stück soll vor einem breiten Publikum zur Aufführung kommen und Menschen, die bisher wenig in Berührung damit gekommen sind, damit konfrontieren. Netzwerk übernimmt alle Kosten, die bei Inszenierung des Stückesanfallen als Anschubfinanzierung.

KOP - Kampagne und Rechtshilfefonds für Opfer rassistischer Polizeigewalt

KOP setzt sich seit ihrem Bestehen kontinuierlich mit dem Thema rassistischer Polizeigewalt und Racial Profiling auseinander und fordert u.a. eine unabhängige Kontrollinstanz, um institutionalisierten Rassismus innerhalb der Polizei wirksamer zu bekämpfen. Racial Profiling meint eine Praxis der Verdächtigung und Verfolgung von Menschen aufgrund herkunftsbasierter Personenprofile durch die Polizei und bildet damit eine Grundlage für rassistische Polizeigewalt. Die Gruppe möchte nun im Oktober 2012 zum Thema eine Informationsveranstaltung sowie eine Tagung organisieren, da Racial Profiling bisher in Deutschland nicht Teil des gesellschaftlichen oder wissenschaftlichen Diskurses ist und offiziell geleugnet wird. Dabei soll die Info-Veranstaltung für ein größeres Publikum öffentlich konzipiert sein, die Tagung eher handlungsorientiert gestaltet werden. Eine Publikation mit den Ergebnissen der Tagung und der Veranstaltung ist für die weitere Netzwerkarbeit geplant. Netzwerk unterstützt das Projekt bei der Finanzierung der Öffentlichkeitsarbeit.

Anti-Atom-Mahnwache vor dem Kanzleramt

Die Anti-Atom Mahnwache am Kanzleramt für sofortige Stilllegung aller Atomanlagen in Deutschland und weltweit, besteht nun seit über einem Jahr. Die Mahnwache, die von Netzwerk bereits im Oktober 2011 unterstützt wurde, steht nun montags + donnerstags von 18.00 - 19.00 Uhr vor dem Kanzleramt. Weil den Aktiven, neben dem bereits privat zur Verfügung gestellten Beträge, keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, erhielt die Gruppe Unterstützung bei der Anschaffung von  Anti-Atom-Fahnen, Transparenten, Flyer, Farbe und Sonnenschirmen.

A-Laden Berlin

Der A-Laden Berlin ist seit vielen Jahren Netzwerk-Mitglied und wird im Jahr 2013 25 Jahre alt. Das Kollektiv, welches den anarchistischen Laden betreibt, zog vor 5 Jahren aus Gentrifizierungsgründen auf das Gelände des Hauskomplexes Brunnenstr. 7 in Mitte. Zum Jubiläum soll die Internetpräsenz komplett überarbeitet und optimiert werden. Hinzu kommt, dass immer noch keinen Internetzugang im A-Laden gibt.
Um die Struktur des A-Ladens zu erhalten und zu verbessern, beteiligt sich Netzwerk an den Kosten für das Hosting der Internetseite und dem Einrichten von einem DSL-Anschlusses

Uffmucken - Antifaschistisches Konzert in Schöneweide

Die Kampagne Uffmucken! Für eine alternative Kultur! Gegen Nazistrukturen in Schöneweide! veranstaltet am 9. Juni 2012 ein Jugendkonzert, als Teil einer Informations- und Aktionskampagne. Der Vorbereitungskreis, bestehend aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, Engagierten aus Jugendverbänden, Vereinen und Jugendeinrichtungen, Antifa-Gruppen sowie Einzelpersonen möchte damit eine Sensibilisierung der Anwohner_innen erreichen und den rechten Hegemoniebestrebungen im Bezirk eine alternative Kultur entgegen setzen.
Zielgruppen sollen insbesondere Migrant_innen und alternative Jugendliche sein. Netzerk übernimmt die Kosten für Plakate, Flyer und Internetpräsenz.

Kollektiv Plakatieren!

Die Gruppe Plakatief-Kollektiv hat sich vor etwa 11 Jahren gegründet und seitdem, oft auch in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, die Brandmauer an der Ecke Oranienstraße/Manteuffelstraße mit Plakaten beklebt. Um weiterhin über das Dach des
Nebengebäudes zum Klebeort zu kommen, benötigt die Gruppe eine Abstiegsleiter, um auf eine vorstehende Kante zu gelangen, auf der sich zur Klebestätte rübergehangelt werden kann. Netzwerk finanziert die Anschaffung der Leiter.

„Niemand ist vergessen"- Gedenkkampagne

Die Initiative „Niemand ist vergessen" ist eine Initiative von Jugendlichen aus dem Berliner Nordosten. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht das Gedenken, an den im Jahr 2000 von (Neo) Nazis ermordeten Obdachlosen Dieter Eich aufrecht zu erhalten. Die Kampagne beinhaltet verschiedene Aktionen wie zum Beispiel Informationsveranstaltungen, eine Demonstration und die Errichtung eines Gedenksteines für Dieter Eich. Der Kampf um den Gedenkstein soll mit einer
Begleitbroschüre flankiert werden und mittels dieser soll im Bezirk in der Öffentlichkeit um Spenden für den Gedenkstein geworben werden. Netzwerk fördert, wie bereits 2011, den Druck der Broschüre.

The Refugees - Auf Deutschlandtour

Die Autofocus Videowerkstatt e.V. arbeitet an einem Film-Projekt mit teilweise sehr jungen Musikern aus Afrika, Russland, dem Balkan und dem Iran, die als Flüchtlinge in Deutschland leben. Diese gehen im Sommer 2012 zusammen mit deutschen Kollegen auf eine Konzertreise. Der geplante Dokumentarfilm "The Refugees - auf Deutschlandtour" wird ein Raodmovie. Über die Musik nähert sich die Gruppe dem Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik auf unerwartete Art und Weise. Durch die Erstellung eines Trailers sollen weitere Unterstützer_innen für den Film gewonnen werden. Die professionelle und technisch aufwändige Herstellung erlaubt den Vertrieb auch über TV-Sender zur Bewerbung der Tournee, beziehungsweise die Verwendung in Teilen für den späteren Langfilm. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für den Trailer.

FÖRDERSCHWERPUNKT Kampagne „Keine Rendite mit der Miete"

Gegen die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft am 18. Juni 2012 mobilisiert ein offener Zusammenschluss aus Menschen aus Mieter_inneninis, politischen Gruppen und Einzelpersonen. Sie möchten auch in diesem Jahr neben unterschiedlichen Veranstaltungen zu den Themen „Investoren übernehmen die Stadtplanung" und „Folgen der Privatisierung" eine große schlagkräftige Bündnis-Demonstration gegen die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt zu Ungunsten von Armen, Schwachen, Kranken und Migrant_innen organisieren. Der Anlass wird die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft im Juni sein. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes.

Bündnis „Stop Pathologisierung von Trans* 2012"

Ein breites Bündnis von Gruppen wie Autotrans, Transgender Netzwerk, Schwarzer Kanal, TriQ u.a. möchte eine 120seitige Dokumentation der Kampagne Stop Pathologisierung von Trans*Menschen in Berlin herausgeben. In der Broschüre werden Texte zu Psychatrisierung von Trans* Menschen, zur Alternativen Patientenverfügung und zum Transsexuellen-Gesetz veröffentlicht. Netzwerk übernimmt Teile der Druckkosten.

„Fusion-Festival" politisieren?

Das "Fusion"- Festival ist mit knapp 70.000 Teilnehmer_innen eines der größten Festivals in Deutschland. Es findet jährlich am letzten Juni-Wochenende statt. Das Besondere an diesem Festival ist, dass es sich im weitesten Sinne um ein nicht-
kommerzielles Festival handelt. Es gibt keinen Großsponsor, keine übermäßige Werbung und alles wird von verschiedenen linken Crews und Gruppen organisiert. Die Strategie der Antifaschistischen Linken Berlins ist es, die Masse an Menschen mit politischen Inhalten, in Form einer kostenlos verteilten Broschüre, zu
erreichen. Inhaltlich richtet sich das Heft an Interessierte und weniger politische Personen. Thematisch sollen politische Themen leicht verständlich dargestellt und kritisch beleuchtet werden. Die Texte werden dabei von Gruppen und Personen geschrieben, die für diese Themen Expert_innen sind. Das primäre Ziel ist es, für bestimmte Themen zu sensibilisieren, aufzuklären und ein kritisches Verständnis zu fördern. Netzwerk fördert die Druckkostenn anteilig.

9. Mai - Tag des Sieges

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten begeht jährlich am 9. Mai im Treptower Park ein deutsch-russisches Fest zum Tag des Sieges über den Faschismus, zu dem auch immer Zeitzeug_innen geladen werden. In diesem Jahr sollen die „vergessene Befreier", und zwar polnische Kombattanten und Zeitzeug_innen in die Feier integriert werden. Zum Fest werden der Vorsitzende der Kombattanten und ehemalige politische Häftling der Republik Polen Henrik Strzelecki aus Warschau, 20 ehemalige Kämpfer aus der 1. und 2. Polnischen Armee und Kämpferinnen des Frauenbataillons zu Gast sein. Besucher_innen wird vom 7. - 9. Mai ein Programm geboten, dass Begegnungen von Schüler_innen, Gespräche mit deutschen Zeitzeug_innen, einen Besuch des Bundestages, ein Empfang im deutsch-russischen Museum und ein Auftritt zum Tag des Sieges am 9. Mai im Treptower Parkt geboten werden. Netzwerk beteiliegt sich an den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit.

Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen

Die Antirassistische Initiative Berlin e.V. dokumentiert seit nunmehr 19 Jahren Todesfälle und Verletzungen von Flüchtlingen in Deutschland. Sie veröffentlicht Geschichten von Menschen, die ohne die rassistische Sondergesetzgebung der BRD oder den Rassismus der Gesellschaft unversehrt gelebt hätten. Die jährlich aktualisierte Dokumentation zeigt an über 5.000 Einzelgeschehnissen die Auswirkungen des staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus auf die Betroffenen. Netzwerk beteiligt sich, wie auch schon in vergangenen Jahren, an den Kopierkosten der Dokumentation.

Die Linken Buchtage 2012 im Mehringhof

Die „Linken Buchtage Berlin" sind ein jährlich stattfindendes politisches Lesefestival, bei  denen ca. 40 politische Publikationen in den Räumen des Mehringhofes durch die
Autor_innen präsentiert werden. Dabei soll das breite Spektrum an linken Debatten der vergangenen zwölf Monate abgebildet werden, indem die Verlagsprogramme aller linken  oder unabhängigen Verlage gesichtet und Autor_innen vorgestellt werden. So bieten die  Buchtage ein vielfältiges Programm und ist mittlerweile ein fester Bestandteil politischer  Kultur in Berlin, mit bis zu 1.500 Besucherinnen. Netzwerk unterstützt die Gruppe mit der Übernahme der Druckkosten für Plakate und Programmflyer sowie der Mietkosten für die Marktstände.

Buchprojekt „Die versteckten Kinder - Aus dem Holocaust nach Buenos Aires" (Los Ninos Escondidos - Del Holocausto a Buenos Aires)

Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. besteht aus einem Netzwerk von Feminist_innen und Antifaschist_innen und  arbeitet bereits seit 1997 in unterschiedlichen Projekten und am Ort selbst, mit dem Ziel, eine antifaschistische Erinnerungskultur zu stärken. Dabei steht besonders die Begegnung  und Zusammenarbeit mit Überlebenden im Zentrum ihrer Arbeit. In diesem Kontext steht
auch das neue Buchprojekt, das in Zusammenarbeit mit dem argentinischen
Überlebendenverband Generaciones de la Shoá entstand. Das kommunikative Gedächtnis derer, die das Geschehen direkt miterlebt haben, weicht zunehmend einem rein kulturellen Gedächtnis, das sich in der Repräsentation von Vergangenheit manifestiert. Die Erinnerung  der Shoa wird bald ausschließlich auf Repräsentation angewiesen sein - die unmittelbare Perspektive wird verloren gehen. Dem soll mit dem Buchprojekt entgegengewirkt werden. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

FÖRDERSCHWERPUNKT Frühjahrsoffensive der Mieter_innenbewegung - Die Mietfibel „Erste Hilfe bei Mietfragen"

Verschiedene Gruppen, Verbände und Initiativen (u.a. die Stadtteilinitiative Schillerkiez)  arbeiten derzeit an einer Frühjahrsoffensive der Mieter_innenbewegung. Ein Teil dieser Offensive soll die Mietfibel (derzeitiger Name: „Erste Hilfe bei Mietfragen") sein. Ziel der Offensive ist es von „unten", durch soziale Organisation den Druck auf die Stadtpolitik zu  erhöhen - geplant ist eine Reihe von Veranstaltungen, Infostände, Straßenfeste, Aktionen, Kiezspaziergängen und Demos. Die Mietfibel ist dabei Teil der Aufklärungsarbeit und soll bei verschiedenen Veranstaltungen der Offensive sowie als Beigabe für die Kiezinitiativen dienen. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Antifa Hohenschönhausen - Broschüre über Aktionen und Strukturen des Nationalen Widerstands (NW Berlin)

Die Antifa-Gruppe plant eine Informationsbroschüre zum Thema „Nationaler W­iderstand Berlin". Mit der Broschüre sollen politisch Interessierte über die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe in der Berliner Naziszene aufgeklärt werden und eine Basis für antifaschistisches Engagement geschaffen werden. In dem Heft soll eine umfassende Analyse der Internetseite des "NW­ Berlin", deren Ideologie und den neonazistischen Strukturen, die sich um das Netzwerk gebildet haben, geliefert werden. Der Fokus der Analyse stellen dabei die Definition des Begriffs „Volkskörpers", der auf der NW­Berlin verwendet wird, den Geschlechterrollen (Vorstellungen von Gender) und der Funktion von Gewalt. Netzwerk förderet die Druck- und Verschickungskosten.