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Geförderte Projekte 2013

Im Kollektiv und solidarisch für eine lebenswerte Welt

Netzwerk hat im Jahr 2013 37 Projekte finanziell und 10 Projekte infrastrukturell unterstützt. Darüber hinaus wurden circa 80 Projekte direkt zu allen Fragen der Selbstorganisation beraten.

Leben, Lust und Wirklichkeiten im Kollektiv

Die Vernetzung Berliner Kollektiv-Betriebe ist eine Gruppe von Kollektivist_innen aus unterschiedlichen Berliner Kollektivbetrieben, die seit über zwei Jahren regelmäßig Veranstaltungen oder Aktionen zum Thema Kollektive und kollektives Leben und Arbeiten organisieren. Dabei soll der Kollektivgedanke öffentlich gemacht, einzelne Betriebe vorgestellt werden und Austausch und Vernetzung stattfinden. Die Veranstaltung „Im Kollektiv - Leben, Lust und Wirklichkeiten" wird Filmvorführungen und Diskussionen zu Kollektiv, Kollektivität und kollektive Arbeit thematisieren. Netzwerk finanziert den Druck von Plakaten und Flyern.

Kiezgarten - Patenschaftsgelände in Lichtenberg

Das sozial, ökologische Patenschaftsgelände in Berlin Lichtenberg ist ein direktdemokratisches, interkulturelles und inklusives Mitmach-Projekt von unten. Die Idee entstand 2011 aus dem Wunsch heraus einen offenen, begegnungsreichen und biologisch gestalteten Gemeinschaftsgarten zu haben. Ziel ist die aktive Partizipation von Anwohner_innen (u.a. Beete pflanzen, Patenschaften für Obstbäume übernehmen, Workshops zur Umweltbildung anbieten). Das Projekt versteht sich als Fortsetzung von Guerilla Gardening & Pflanzenguerilla. In diesem Sinne konnte die Gruppe der neoliberalen Stadt ein Stück Land abringen, um es jetzt für alle, zum Mitmachen zu öffnen. Netzwerk beteiligt sich an der Anschaffung von Gartengeräten.

Jahrestag der politischen Kettenmorde von 1998 im Iran

Das Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen im Iran organisiert am 13. Dezember 2013 eine Veranstaltung anlässlich des 15. Jahrestages der Kettenmorde im Iran vom Herbst 1998. Bei der Veranstaltung im Haus der Demokratie und Menschenrechte spricht Parastou Forouhar, ein Vertreter der Reporter ohne Grenzen und ehemaliges Vorstandsmitglied des iranischen Schriftstellerverbandes: Er analysiert die Kettenmorde und thematisiert die Repressalien gegen die Intellektuellen und Journalist_innen im Iran. Netzwerk finanziert die Öffentlichkeitsarbeit und die Raummiete.

Plakatieren im öffentlichen Raum

Das Plakatief-Kollektiv konnte sich dank der Netzwerkförderung 2012 neue Kletterausrüstung anschaffen und die Arbeit wieder aufnehmen. Inzwischen hing an der Wand das Plakat zur Netzwerk-Retour-Kampagne. Aber ohne ein neues Sicherheitsseil wirds gefährlich an der Wand. Deshalb gibt es nochmals eine kleine Unterstützung für die Anschaffung von Material.

Privatisierungskritische Stadttour durch Berlin

Gemeingut in BürgerInnenhand kurz GiB (gegründet 2010) tritt für die Bewahrung öffentlicher Grundversorgung und umfassende Demokratisierung aller öffentlichen Institutionen ein. Die AG Argumente von attac (gegründet 2002) arbeitet schwerpunktmäßig an verschiedenen Privatisierungsthemen (z.B. Berliner Wassertisch). Seit 2012 arbeitet die Gruppe an der Realisierung einer privatisierungskritischen Berliner Stadttour. Auf der Tour sollen bereits erfolgte und geplante Privatisierungsvorhaben kritisch thematisiert werden. Die Tour umfasst mindestens acht Stationen auf einer Strecke von ca. 3 km und wird knapp zwei Stunden dauern. Die Zielgruppe sind Jugendliche und Erwachsene. Die Tour soll im Frühjahr 2014 starten und Netzwerk finanziert einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit.

Gesichter der Verdrängung

Der Dokumentarfilm 'Gesichter der Verdrängung' ist aus einer politischen Bewegung heraus entstanden. Im Rahmen berlinweiter Kämpfe gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut hat die Gruppe vier Jahre den umkämpften Kiez Alt-Treptow dokumentarisch begleitet. Daraus ist nun ein Film entstanden, der 2014 zur Vorführung gebracht werden soll. Es wird ein differenziertes Bild von Akteur_innen und Strukturen der Gentrifizierung - von Konflikt und Gegenwehr - gezeigt, dass zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Netzwerk übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit.

Sanktionen bei Hartz 4 verhindern!

Basta Berlin betreibt einen Infoladen/Beratungszentrum von und für Erwerbslose im Wedding. Sie unterstützen und beraten Erwerbslose und Niedriglöhner_innen hinsichtlich ihrer Rechte. In diesem Zusammenhang haben sie nun ein „Sanktionspixie" erstellt, dass vor den Arbeitsämtern verteilt werden soll und über die Rechtswirksamkeit von Sanktionen sowie Maßnahmen gegen diese aufklärt. Netzwerk finanziert den Druck der kleinen Broschüre in Pixieform.

Mietenpolitisches Dossier „Ein Recht auf Stadt für Alle" (2. Mahnung)

In der Gruppe 'Dossier-Treffen Berliner Mieter und Mieterinnen' vernetzen sich Initiativen aus ganz Berlin, die gegen die Verdrängung von Menschen mit wenig Einkommen kämpfen (Kotti & Co, GSW23, FuldaWeichsel, Palisadenpanther u.e.m.). In dem zweiten Mietenpolitischen Dossier, werden die Maßnahmen des Staates analysiert und den tatsächlichen Erfahrungen der Berliner Mieter_innen gegenübergestellt. In mehreren Artikeln von verschiedenen Gruppen werden die unterschiedlichen Perspektiven des Problems dargestellt und erläutert. Das Dossier soll ab Mitte November im Berliner Abgeordnetenhaus überreicht werden. Adressaten sind die Fraktionen der Bezirke, der Berliner Mietervereinsowie Stadtteilinitiativen und die Presse. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten der Broschüre.

Neue Regale für Archiv für Forschung und Dokumentation Iran e.V. (AFDI)

Das ADFI im Kreuzberger Heilehaus existiert bereits seit 1991 und wurde von iranischen Flüchtlingen gegründet. Die Hauptarbeit besteht darin, alle im Exil erscheinenden und iranbezogenen Publikationen zu sammeln und zu archivieren. Genutzt wird das Archiv u.a. von Student_innen, Journalist_innen und iranischen Flüchtlingen, um an nicht staatskonforme Informatioen zu kommen. Netzwerk finanziert neue Regale und Ordner, um die wichtige Arbeit des Archivs weiter zu gewährleisten.

Kampagne 'Willkommen in Oberhavel'

'Willkommen in Oberhavel' ist eine seit dem Frühjahr bestehende Initiative, in der Einzelpersonen aus dem Landkreis Oberhavel mitarbeiten, die sich gegen die diskriminierende Asylpolitik des Landkreises richtet. Obwohl der Landkreis zweimal für die Abschaffung der Gutscheine stimmte, hält die Kreisverwaltung entschlossen an dem Gutscheinsystem fest. Die Idee ist nun ein demonstrativer Gutscheintausch, bei dem Bürger_innen mit Flüchtlingen monatlich einen festen Betrag Bargeld gegen
Gutscheine tauschen. Die Kampagne soll Anfang Oktober bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden und Ende Oktober findet ein großes Willkommensfest statt, das als Demonstration gegen institutionellen Rassismus angemeldet wird. Netzwerk fördert die Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne.

Mobile Fotoaustellung „Ensamble en action!"

Der Verein Initiative Togo Action Plus e.V. hat seine Wurzeln im migrantisch­selbstorganisierten Aktivismus gegen den Rassismus in Deutschland. Zentral ist die Arbeit gegen den in Deutschland tief
verankerten institutionellen und behördlichen Rassismus. Die Initiative plant nun eine mobile Fotoausstellung, um ihre Arbeit in der Öffentlichkeit und politischen und antirassistischen Netzwerken bekannter zu machen  und Spenden einzuwerben. Netzwerk unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss für Sach- und Druckkosten.

Die Lage der Roma in Serbien

Eine vom Flüchtlingsrat Berlin und kooperierenden Vereinen herausgegebene Broschüre zur Lage der Roma in Serbien soll sich gegen die diskreditierende Abschreckungspolitik des Bundesinnenministeriums richten und berichtet über eine Recherchereise nach Serbien, die sich mit mit der Situation von Roma in Serbien auseinandergesetzt hat (Unzumutbare Wohnverhältnisse, fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung und sozialen Leistungen, Ausschluss von Schulbildung, rassistische Anfeindungen). Mit der Broschüre soll ein Gegengewicht zur populistischen Stimmungsmache gesetzt werden. Ab Herbst werden die Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg intensiv Lobbyarbeit betreiben, um bei den Landesregierungen zumindest einen Winter­-Abschiebestopp durchzusetzen. Hierzu soll die Broschüre, an deren Druckkosten sich Netzwerk beteiligt, zusätzlich genutzt werden.

Stadtteilinitiative 'Wem gehört Kreuzberg?' ­

Die Stadtteilinitiative ist ein Zusammenschluss von Menschen aus dem Chamisso,- Großbeeren-, Graefekiez und Umgebung. Sie setzen sich aktiv gegen Verdrängung durch steigende Mieten, Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, Luxusmodernisierungen etc. vor Ort ein und richten sich gegen eine menschenverachtende Politik der Privatisierung und Ausbeutung. Die GRuppe mobilisiert für ihre Aktionen zum Beispiel auf ihrer Internetseite. Netzwerk vergibt eine Anschubfinanzierung für die Serverkosten und Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit.

­Volksentscheid 'Neue Energie für Berlin'

Der Berliner Energietisch geht in den Endspurt - am 3. November 2013 findet der Volksentscheid zur Rekommunalisierung des Berliner Stromverteilernetzes statt. Damit die Volksabstimmung erfolgreich ist, müssen mindestens 25% der wahlberechtigten Berliner_innen mit Ja Stimmen; das sind rund 625.000 Menschen. Um möglichst viel Beteiligung an der Volksabstimmung zu erhalten, geht der Berliner Energietisch in die heiße Phase und möchte nochmal starke Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit.

Wer seinen Lauti liebt, der schiebt

Der Lauti und die dazugehörigen Anlagen sind eine Institution der Berliner linken/linksradikalen Szene. Die Idee dahinter ist einfach: für politische Aktionen, Demos und Kundgebungen ist fast immer eine kleine Anlage oder ein Lautsprecherwagen mit Anlage nötig. Diese Infrastruktur mit der notwendigen Erfahrung für politische Gruppen bereitstellen zu können, verringert den eignen Organisationsaufwand und macht das Leben schöner. Nun ist der Lauti-Wagen allerdings kaputt und es muss eine neuer her. Netzwerk beteiligt sich an der Finanzierung.

Informations- und Rechtsberatungshandbuch zur polizeilichen DNA-Speicherung

Beim Gen-Ethischen Netzwerk handelt es sich um eine ehrenamtlich arbeitende Berliner Gruppe, die sich vornehmlich mit dem Thema DNA-Datenspeicherung beschäftigt. Ihr neues Projekt ist ein Handbuch zur Rechtsberatung, damit Antirepressionsorganisationen, Jugendgruppen in den sozial benachteiligten Kiezen (die sehr oft schon Begegnung mit dem polizeilichen Wattestäbchen gemacht haben) und Datenschutzgruppen besser über die Rechte der Betroffenen Bescheid wissen und darüber beraten und informieren können. Außerdem soll das Handbuch aktuelle Informationen zum Thema polizeilicher DNA- Sammelwut zusammentragen. Netzwerk beteiliegt sich an den Druckkosten.

Linker Jugendkongress 2013 in Berlin

Träger des Jugendkongresses und seiner Vorbereitung ist ein Kreis aus linken Jugendgruppen und Einzelpersonen. Initiatorin ist die neu gegründete Berliner Gruppe „a gauche". Idee ist es, einen von Jugendlichen selbstorganisierten Raum zu schaffen, in dem Diskussion über linke Themen, kulturelle Angebote, Vernetzung und Kennenlernen ihren Platz haben. Der Kongress ist an keine bestimmte politische Organisation angebunden, sondern ermöglicht einen niedrigschwelligen und offenen
Zugang zu linker Politik. Der Kongress soll vom 23. - 25. August 2013 in
Berlin stattfinden. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

Antifa Camp Ravensbrück 2013

Seit 2012 findet das, vom Jugendwohnprojekt Mittendrin e.V. organisierte,  Antifa-Camp in der Gedenkstätte Ravensbrück statt, bei dem knapp 25 Jugendliche zwischen 13 - 23 aus der Region Ostprignitz-Ruppin helfen, das Konzept erfolgreich umzusetzen. Kern der Arbeit im Camp ist es, Jugendliche für gesellschaftliche Prozesse zu sensibilisieren und dazu anzuregen, selbstständig tätig zu werden. Es wird in Arbeitsprojekten auf dem ehemaligen Siemens-Gelände gearbeitet, um dieses freizulegen und Besucher_innen zugänglich zu machen - das Siemens-Lager ist nicht Teil der offiziellen Gedenkstätten. Netzwerk bezuschusst Anschaffungen für Werkzeuge und Schutzkleidung, die auch in den nächsten Jahren noch benutzt werden können.

Linke Buchtage 2013

Die Linken Buchtage Berlin sind ein jährlich stattfindendes politisches Lesefestival, bei denen ca. 35 politische Publikationen in den Räumen des Mehringhofes durch die Autor_innen präsentiert werden. Dabei soll das breite Spektrum an linken Debatten der vergangenen zwölf Monate abgebildet werden, indem die Verlagsprogramme aller linken oder unabhängigen Verlage gesichtet und Autor_innen vorgestellt werden. So
bieten die Buchtage ein vielfältiges Programm und ist mittlerweile ein fester
Bestandteil politischer Kultur in Berlin, mit bis zu 1.500 Besucherinnen.  Die diesjährigen Buchtage finden am Wochenende vom 14.­- 16. Juni 2013 statt. Netzwerk fördert die Anmietung von Marktständen und übernimmt die Druckkosten.

Bündnis-Demonstrationen „Keine Rendite mit der Miete"

Ein offener Zusammenschluss aus Menschen aus Mieter_inneninis, politischen Gruppen und Einzelpersonen möchte auch 2013 mehrere große schlagkräftige
Bündnis­-Demonstrationen gegen die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt zu  Ungunsten von Armen, Schwachen, Kranken und Migrant_innen organisieren. Diese
sollen am 29. Juni und am 28. September 2013 stattfinden. Zusätzlich soll es
bundesweite Aktionstage unter dem Motto: „Keine Profite mit der Miete! Die Stadt
gehört uns allen!" vom 22. ­ - 29. Juni 2013 geben. Netzwerk bezuschusst den Druck von Mobilisierungsmaterial.

Internationales  Flüchtlingstribunal gegen die BRD

Das von mehreren Flüchtlingsgruppen und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge organisierte Flüchtlingstribunal soll vom 13. - ­ 16. Juni 2013 auf dem Mariannenplatz stattfinden. Es ist geplant, Klagen und Beweisführung von Opfern der Flüchtlingspolitik, von Fachexpert_innen und von selbstorganisierten Flüchtlingen vorzutragen. Die einzelnen Tage haben verschiedene Schwerpunktthemen wie Frontex, Residenzpflicht, Widerstand + Solidarität. Das Tribunal soll von politischen Aktionen, Ausstellungen und Kunst begleitet werden. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für die Bühnentechnik.

Tagung  „Bündnisse, Allianzen, Solidarität"

Eine Gruppe von Berliner Aktivist_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen
organisieren die 8. Konferenz des Netzwerks für kritische Migrationsforschung mit dem Ziel Aktivismus, Kunst + Wissenschaft ins Gespräch zu bringen und nachhaltig zu verbinden. Im Programm der Tagung wird es eine Podiumsdiskussion und Praxis-Workshops geben. Räumlich wird auf das Refugee Camp und die Initiative Kotti & Co Bezug genommen, in dem ein Teil der Tagung in Kreuzberg stattfindet. Netzwerk übernimmt die Kosten für die Räume.

Fleischmarkt

Am 21. Mai diesen Jahres wird es eine Veranstaltung im „SO36" zum Thema Krise und Gender geben, bei der beide Themen miteinander verknüpft werden. Anhand von zwei Büchern sollen Fragen rund um das Thema Krise und Gender (mit Care-Ökonomie, Sexarbeit, Patriachat, Schönheits-/ Schlankheitswahn etc.) debattiert werden. Die vvorgestellten Bücher sind 'Fleischmarkt' von Laurie Penny sowie 'Die Frauen und der Umsturz der Gesellschaft' von Mariarosa Dalla Costa. Thematisch wird es beispielsweise um Fragen gehen wie: Hat sich das Verhältnis von Kapitalismus und Patriarchat mit der Globalisierung bzw. Finanzkrise verändert? Welchen Einfluss haben Projekte wie das „Barbie Dreamhouse" in einer aufgeklärten und kritischen Mediengesellschaft auf das Frauenbild. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

Blockupy Plattform Berlin - Europäische Zentralbank blockieren

Zur Vorbereitung von kapitalismuskritischen Protesten am 31. Mai und 1. Juni diesen Jahres rund um die Europäische Zentralbank, hat sich in Berlin eine Plattform
gegründet, die sich alle zwei Wochen in Berlin trifft, offen ist und sich an der
Blockupy-Kampagne beteiligen wollen. Ziel der Gruppe ist mit möglichst vielen Menschen nach Frankfurt zu fahren und für einen Tag die EZB zu blockieren. Netzwerk beteiligt sich den Kosten der Mobilisierung.

Bau- und Begegnungscamp Uckermark

Auch in diesem August findet wieder das antifaschistische und feministische Bau-
und Begegnungscamp auf dem Gelände des ehemaligen KZ für Mädchen und Frauen
Uckermark statt. Netzwerk unterstützte den Verein bereits 2011 und 2012. Im Rahmen der Vorbereitungen und des Camps sind Veranstaltungen zur Geschichte und zur historischen sowie aktuellen Situation des Gedenkortes geplant. Der Schwerpunkt liegt auch 2013 auf der Begegnung mit Zeitzeuginnen und Überlebenden der 2. und 3 Generation sowie die Anknüpfung an bisherige Workcamps.

Antifaschistische Gruppen stärken!

Antifaschistische und linke Objekte in Berlin stehen in den letzten Jahren immer wieder im Fokus von Neonazis. Das Apabiz fördert und vernetzt Initiativen gegen Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus und hat in den letzten Jahrzehnten ein umfassendes Archiv zum Thema Rechtsextremismus und Antifaschismus aufgebaut. Das Antifaschistische Infoblatt (AIB) ist eine bundesweit berichtende Zeitschrift aus Berlin. Das Apabiz und das AIB bekommen von Netzwerk Unterstützung für infrastrukturelle Verbesserungen.

Krise und Überwachung

Das Seminar für angewandte Unsicherheit - SaU ist eine überwachungskritische Initiative aus Berlin, die seit über 10 Jahren kritische Stadtführungen macht, Vorträge hält, Veranstaltungen organisiert und sich an verschiedenen Bündnissen und Aktionen beteiligt. Die geplante Veranstaltungsreihe von Anfang April bis Ende Juni wird in der „Marianne" in Kreuzberg sowie im „K­-fetisch" in Neukölln stattfinden und ca. 13 Veranstaltungen umfassen - jede Woche eine. Sie behandeln die historische Verknüpfung von kapitalistischer Produktionsweise und Überwachungstechnologien.
Zu jeder Veranstaltung sind Diskussionen mit den Anwesenden geplant. Netzwerk bezuschusst die Raummiete.

Antirassistische Initiative e.V - Dokumentationsstelle

Die Initiative erstellt dieses Jahr die 20. Auflage (1993 - 2012) der Dokumentation „Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen". Die Dokumentation ist
die bundesweit umfassendste Zusammenstellung von Todesfällen, Verletzungen bei
Grenzüberquerung, Selbsttötungsversuchen von Flüchtlingen, Todesfällen und
Verletzungen während und nach der Abschiebung und Anschlägen auf Flüchtlingslager. Netzwerk unterstützt die Gruppe bei der Finanzierung von Büromaterial und CD­Rohlingen.

„Rosen auf den Weg gestreut"

Die dreimonatig erscheinende Zeitung des Kollektives verschiedener politischer Menschen aus Pankow und Bernau „Rosen auf den Weg gestreut" (nach einem Gedicht von Kurt Tucholsky)  erscheint bereits seit 2007, richtet sich an Jugendliche, enthält verschiedenste Artikel zu Rassismus, Sexismus und Antifaschismus und wird kostenlos in Universitäten und  Jugendclubs ausgelegt und verteilt. Das Heft ist 36 Seiten dick und hat eine Auflage von 4.000 Stück. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Kampagne Rassismus Tötet! ­ Mobilisierungszeitschrift zur Thematik 20 Jahre Abschaffung des Grundrechts auf Asyl

Der Kampagne „Rassismus tötet!" geht zum einen um die konkrete Thematisierung der Geschehnisse der frühen 90er Jahre. Die Benennung der Angriffe von
Hoyerswerda, Mannheim­, Schönau und Rostock-­Lichtenhagen, als das was sie waren -
Pogrome. Zum anderen geht es um die Kontextualisierung der Geschehnisse im
gesamtgesellschaftlichen Diskurs und die Darstellung der Funktionsweise rassistischer
Erklärungen und Handlungen. Im März/April diesen Jahres plant die Gruppe
u.a. die Herausgabe einer Mobilisierungszeitschrift zum Thema Abschaffung des
Grundrechts auf Asyl/20 Jahre Brandanschlag von Solingen. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Plakatkampagne des Büro für Medizinische Flüchtlingshilfe

Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe existiert seit 1996 als selbstorganisiertes und nichtstaatliches Projekt. Sie vermitteln anonym kostenlose Behandlung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal. Nun plant das Medibüro ab März eine Plakatkampagne mit vier verschiedenen Motiven, mit jeweilig eigener Themenrelevanz . Ziel ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Erhöhung des Drucks bezüglich ihrer Forderungen, wie beispielsweise Abschaffung der Meldepflicht und Zugang zu medizinischer Versorgung unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Die Plakatkampagne wird am 8. März mit einer Plakat-Release-Party im Südblock und einem Flashmob zum Thema „Ich krieg mein Kind da wo ich will" im öffentlichen Raum eingeleitet. Netzwerk übernimmt anteilig die Druckkosten, Veranstaltungskosten und Raummiete.

Fest zur Befreiung vom Faschismus am 09. Mai 2013

Der Berliner VVN-BdA existiert seit 1947 und ist eine pluralistische Organisation und Interessenvertretung von Überlebenden der Konzentrationslager und Zuchthäuser, Widerstandskämpfern und aus dem Exil zurückgekehrten Nazigegnern. Alljährlich veranstaltet er anlässlich des Tages der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai, zahlreiche Gedenkveranstaltungen und ein großes antifaschistisches Fest im Treptower Park. Jedes Jahr lädt der Verein Zeitzeug_innen; für dieses Jahr ist es Tomaz Miedzinski (Vorsitzender der Vereinigung der Jüdischen Kombattant_Innen in Polen, ehemaliger jüdischer Partisan, bulgarischer Schriftsteller). Das Fest ist inzwischen eine feste Größe antifaschistischer Arbeit, wird durch ehrenamtliche Helfer finanziert, ist kostenlos und wird von Netzwerk unterstützt.

Fight Back - Berliner Antifa-Recherche-Zeitschrift

Die Fight-Back ist eine Berliner und Brandenburger Antifa-Broschüre, die seit 2001 erscheint und im Abstand von etwa 3 Jahren einen umfassenden Überblick auf die personelle Zusammensetzung und Organisationsstruktur der Neonazis in den Bezirken und Landteilen gibt. Sie widmet sich aber auch Themen und Phänomenen wie „Reichsbürger", Rechtsrock, Verschwörungstheoretiker oder Neonazi-Sprühercrewes. Netzwerk fördert die Druckkosten.

Basta - Erwerbsloseninitiative
Die Initiative hat ihren Arbeitsschwerpunkt auf Beratung/Begleitung und Rechtsdurchsetzung für Erwerbslose gelegt. Merkmal ihrer Beratung ist die unbedingte Parteilichkeit gegenüber den Betroffenen. Sie veranstalten Schulungen und Demonstrationen, auch ein Mittagstisch wird angeboten und eine Filmreihe zum Thema „Unterdrückung, Ausgrenzung und Zwang zur Arbeit" ist geplant. Um ihre Arbeit im Wedding aufrecht erhalten zu können, finanziert Netzwerk zum zweiten mal ein neues Ladenfenster, welches alsbald auch durch Rolläden geschützt werden soll.

Firefly - das Kollektive Busprojekt

Ein vom Firefly-Kollektiv verwalteter VW T4 Bus kann ab Frühjahr 2013 zur unkommerziellen Nutzung an Projekte, Gruppen und Initiativen verliehen werden. Dies gibt es in Berlin bisher nicht, so dass bei Soliparties, Demos, Straßenfesten etc. häufig auf kostspielige Autovermietungen zurückgegriffen werden muss. Netzwerk unterstützt die Gruppe bei der Anschaffung des Busses. Kontakt zur Gruppe gibt es per Email: fireflybus(at)riseup.net

Neoliberale Praxis in der Sozialarbeit beenden!

Das Unabhängige Forum kritischer sozialer Arbeit hat mit ca. 50 Menschen aus verschiedenen Feldern der sozialen Arbeit seit 2011 mehrere Veranstaltungen umgesetzt und plant am 19. März 2013 eine Demonstration in Berlin zum Internationalen Tag der sozialen Arbeit: Die Haupt-Forderungen an die Politik sind: Sofortiger Stopp des Sozialabbaus, Rücknahme der geplanten Stellenreduzierung, Rücknahme der gängigen Praxis der Finanzierung der sozialen Arbeit, angemessene Bezahlung und Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse, keine Einsparung am gesellschaftlichen Gemeinwohl! Netzwerk beteiligt sich an den Kosten für die Technik.

Xonido - Tonanlagen für jede/n

Xonido sieht sich als Ergänzung zur bestehenden Infrastruktur, wie etwa der Lautigruppe in Berlin. Ziel ist es eine Tonanlage aufzubauen, die für Kundgebungen, Demos oder Soliparties gebraucht werden können. 2012 haben sie bereits dutzende Veranstaltungen mit ihrer Technik unterstützt. Um größere Kundgebungen unterstützen zu können, witterungsunabhängiger sowie aus ökologischen wie sozialen Gründen auch unabhängiger von PKW-Nutzung zu werden, plant die Gruppe technische Anschaffungen. Netzwerk beteiligt aich an den Kosten für den Kauf eines Generators.