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Geförderte Projekte 2014

Selbstbestimmt und sichtbar agieren!

Netzwerk hat im Jahr 2014 47 Projekte finanziell und 10 Projekte infrastrukturell unterstützt. Darüber hinaus wurden circa 70 Projekte direkt zu allen Fragen der Selbstorganisation beraten.

Festival de Cine Zapatista - LatinoKino im NewYorck59 im Bethanien

Das LatinoKino (zu Themen Lateinamerika, Widerstand und kollektive Organisation) wird von einer Gruppe von Kollektivist_innen aus Lateinamerika und Deutschland seit einigen Jahren regelmäßig veranstaltet. Dieses Jahr trägt die Veranstaltung den Titel  'Festival de Cine Zapatista 'El Colectivo que somos/Das Kollektiv, dass wir sind ... 20 Jahre Zapatista'. An fünf Tagen im November werden insgesamt 12 Filme zur Geschichte,  Entwicklung und Aktualität der Zapatistas in Chiapas/Mexiko gezeigt. Jeder Film wird zuvor inhaltlich eingeführt und von Diskussionen mit Zeitzeug_innen begleitet. Netzwerk übernimmt die Druckkosten und Technik­miete.

Mehr Informationen: http://latinokinony59.blogspot.de

Mietenvolksentscheid Berlin

Der Mietenvolksentscheid Berlin ist eine Initiative zur Durchführung eines Volksentscheides zur Abgeordnetenhauswahl 2016. Seit Mitte August treffen sich eine Vielzahl von stadtpolitischen Gruppen und Einzelpersonen zur Vorbereitung des  Volksentscheides. Für die Gruppe ist ein Volksentscheid der nächste logische Schritt  der Proteste und Kämpfe gegen Verdrängung und für eine solidarische Stadt. Vom Volksentscheid versprechen sie sich ein deutliches Zeichen gegen die vom Senat  verkündeten Stadtpolitik. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten der Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: https://mietenvolksentscheidberlin.de

Die unheimliche Akkumulation

Wie jedes Jahr organisiert die seit 1997 existierende Jour Fixe Initiative auch 2015 eine Veranstaltungsreihe. Dieses Mal zum Thema 'Die unheimliche Akkumulation', das sich mit folgenden Fragen beschäftigt: Ist die globale Finanzkrise bereits überwältigt oder nur verschoben? Lässt sich die Krise überhaupt überwinden oder ist die zur Dauereinrichtung geworden? Werden wir von der Krise regiert, von Schulden beherrscht? Was hat es mit der Neuziehung der Grenzen zwischen Lohnarbeit und unbezahlter Reproduktionsarbeit auf sich, was mit der Krise der Reproduktion? Die Veranstaltungen werden zwischen Januar und Juli 2015 monatlich stattfinden. Netzwerk bezuschusst die Druckkosten.

Mehr Informationen: http://www.jourfixe.net

Wohnen mit Hartz IV?

Der Verein Brain e.V. setzt sich mit den Themen Sozialhilfe und Grundsicherung auseinander und unterstützt Betroffene. Er wird Anfang 2015 eine Seminarreihe für Betroffene und Multiplikator*innen anbieten. Dabei soll es um Verfahrensfragen der Bedarfe für Unterkünfte und Heizung gehen und auf die Fragen: "Was bedeutet Angemessenheit der Bedarfe der Unterkünfte und Heizung und was müssen Politik und Kommune beachten, um tatsächlich Kostensenkung zu verlangen?" und "Welche Abwehr­ oder Regulierungsmöglichkeiten von Mietschulden gibt es?" Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten, der Raummiete und der Technikmiete.

Karla Pappel gegen Mietpreiserhöhung und Verdrängung in Alt-Treptow

Die Stadteilinitiative 'Karla Pappel' besteht seit sieben Jahren, ist unabhängig, außerparlamentarisch und inzwischen in Treptow gut verankert. Im Moment organisieren sie den Widerstand gegen den Abriss der Häuser in der Beermannstraße. Nun bittet die Gruppe um Unterstützung, da ihnen die Mittel ausgegangen sind. Netzwerk übernimmt die Kosten für neue Aufkleber, Flyer, Kopien und Büromaterial.

Mehr Informationen: https://karlapappel.wordpress.com

PPP nein! - Gemeingut in BürgerInnenhand

Sigmar Gabriel plant eine neue Privatisierungsoffensive und kündigt an, Investitionen in öffentliche Infrastrukturen im großem Stil durch Private vornehmen zu lassen. Für die Umsetzung soll eine "Experten-­Kommission" einberufen werden, deren Arbeit nicht gestört werden soll (Vorschläge von Außen sind unerwünscht) und ohne Protokolle geheim tagt. Es ist lediglich bekannt welche Köpfe Teil der Kommission sind: Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Marcel Fratzscher, Deutsche Bank­-Chef Fitschen, Ergo­-Chef Dr. Oletzky und Allianz­ Vorstandsmitglied Helga Jung). Die Kommission tagte im Dezember 2014 und wird im Januar 2015 die Ergebnisse präsentieren. GIB möchte trotz des straffen Zeitplans eine breite Öffentlichkeit über das Vorhaben, das Vorgehen und den Plan informieren, um ihn zu verhindern. GIB wird intensive Presse­ und Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Protestaktionen und Informationsveranstaltungen organisieren. Netzwerk fördert die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit.


Mehr Informationen: http://www.gemeingut.org

Straßen aus Zucker

Die Zeitung Straßen aus Zucker wird von einem Berliner Bündnis herausgegeben. Ziel der Zeitung ist es, linke Theorie aus der Uni zu den Menschen bzw. zu Jugendlichen und an Schulen zu bringen. Es geht dabei darum, emanzipatorische Gesellschaftstheorie sowohl sprachlich, als auch rein pragmatisch zugänglich zu machen. Die Zeitung wird gratis verteilt und verschickt. Netzwerk bietet anteilige Unterstützung für Druck- und Portokosten.

Mehr Informationen: http://strassenauszucker.blogsport.de

Refugee Communikation Conference

Im August 2014 fand im MehringHof ein von Refugees Aktivist_innen ausgerichteter  dreitägiger Workshop statt, um politische Perspektiven verschiedener Kämpfe um Bewegungsfreiheit, Bleiberecht und europäische Migrationspolitik zusammenzubringen. Teil dieses Workshops war eine Diskussion über die Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit selbstorganisierter Refugees untereinander. Da es viel Zeit, Ruhe und Raum braucht, um unterschiedliche Interessen und Ansichten zusammen zu bringen, findet vom 14.­ bis 16. November 2014 die Refugee Communikation Conference statt. Dabei geht es um einen ständigen stabilen Austausch einzelner Gruppen, darum herauszufinden welche Ressourcen und Fähigkeiten unter den Refugees aktiviert und eingebracht werden können und darum einen beständigen Kontakt zwischen Aktivist_innen, die die Lager verlassen haben und jenen, die noch vor Ort sind, herzustellen. Netzwerk finanziert Technik, Materialien und Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: https://asylstrikeberlin.wordpress.com

IN*Vision­ - utopie. revolutionär. organisieren

Eine Jugendgruppe der Berliner Falken mit Jugendlichen im Alter von 14 - 17 Jahren, die es seit zwei Jahren gibt, hat sich über die interne Auseinandersetzung mit den Flüchtlingsprotesten entschlossen, auch andere junge Menschen für politische Arbeit und politisches Engagement zu begeistern. Sie haben bereits eine Demo gegen Abschiebung organisiert und möchten nun mit den Gruppen­helfern das 3tägige Treffen IN*Vision auf die Beine stellen. Dabei soll es u.a. Workshops geben; z.B. zu den Zapatitas, den verschiedenen Frauenbewegungen, zu aktuellen Kämpfen und theoretischen Ansätzen zu Bedeutung von Macht und Herrschaft in unserer Gesellschaft. Netzwerk fördert Technikleihe und Raummiete.

Mehr Informationen: http://www.invision2014.org

9. November 1938 - Kein Vergeben - Kein Vergessen!

Alljährlich veranstaltet ein antifaschsistisches Bündnis ein Gedenken an den 9. November 1938. Dazu gehört eine Auftaktkundgebung am Mahnmal Levetzowstraße (frühere größte Synagoge Berlins) in Berlin­ Tiergarten, bei dem Zeitzeugen auftreten und von ihren Erfahrungen berichten. Die Erinnerungen von Verfolgten und Menschen aus dem Widerstand dienen dazu Einsicht in die antifaschistischen Perspektiven der Zeit zu gewinnen. Im Anschluss an die Kundgebung wird es eine Gedenkdemo zum Mahnmal an der Putlitzbrücke (früher Deportationsbahnhof) geben. Netzwerk übernimmt die Kosten für den Bühnenaufbau und ­die Technik.

Mehr Informationen: http://a2berlin.org

Download der Zeitung zur Veranstaltung: http://a2berlin.org/Zeitung

Umsonstladen im KuBiZ in Weißensee

Der Umsonstladen ist ein Raum, in dem das Schenken und Weitergeben von nicht mehr gebrauchten Sachen im Zentrum steht. Dinge, die in Takt sind, aber nicht mehr benötigt werden, können hier abgegeben oder mitgenommen werden. In Zeiten der Wegwerfgesellschaft und Überproduktion ist der Umsonstladen eine konkrete Alternative in ökologischen und sozialen Fragen. Das alte Kollektiv des Umsonstladens im KuBiZ hat sich aufgelöst, sodass der Laden schließen musste. Nun haben sich Umsonstladennutzer_innen zusammengeschlossen, um das Projekt wieder zu beleben und ihm eine neue Zukunftsperspektive zu geben. Ein erstes Ziel ist es, den früheren Betrieb, mit den gewohnten Öffnungszeiten wieder aufzunehmen. Darüber hinaus wollen sie ein nachhaltiges Finanzierungskonzept entwickeln, das auf freiwilliger Basis von den Nutzenden getragen werden soll. Netzwerk gewährt eine Anschubfinanzierung für die Mietkosten.

Mehr Informationen: http://www.kubiz-wallenberg.de

Utopie & Widerspenstigkeit

Die im Netzwerk Longo mai zusammengeschlossenen Kooperativen nutzen die über die Selbstversorgung geschaffenen Freiräume, um sich gemeinsam mit anderen Akteur_innen kritisch mit gesellschaftlichen Prozessen auseinanderzusetzen und sich einzumischen. Im Oktober/November 2014 findet im Freien Museum eine Ausstellung zu 40 Jahre Longo mai mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm statt. Netzwerk übernimmt einen Teil der Raummiete.

Mehr Informationen: http://www.prolongomai.ch

100% Mauerpark gegen den Bebauungsplan

Die Mauerpark-­Allianz ist ein lockeres Bündnis engagierter Bürger_innen. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen Wedding und Prenzlauer Berg und schließt betroffene Anwohner_innen sowie die Initiativen, die sich seit Jahren für eine Erweiterung und Vollendung des Mauerparks einsetzen, ein. In den nächsten Wochen wird der Bezirk  Mitte den Bebauungsplan im Stadtentwicklungsamt für das Wohnviertel am  Mauerpark auslegen. Die Bürger_innen haben dann vier Wochen Zeit Einwände einzureichen, danach werden die Stellungnahmen ausgewertet. Die Gruppe möchte nun möglichst viele Einwände gegen die Bebauung sammeln, in die Öffentlichkeit bringen und den Bürger_innen zur Verfügung stellen. Die Bebauung sieht bis zu 600 Wohnungen (in der Mehrzahl Luxuswohnungen) vor. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Mehr Informationen: http://www.mauerpark-allianz.de

Tontechnik für alle!

Xonido ist eine ehrenamtlich arbeitende Gruppe und stellt für emanzipatorische nicht kommerzielle politische, soziale und kulturelle Veranstaltungen Technik zur Verfügung und betreut die Technik auch vor Ort. 2013 wurde die Gruppe schon einmal von Netzwerk gefördert und konnte einen kleinen Generator anschaffen. Nun stockt die Gruppe mit Unterstützung von Netzwerk ihren Technik­-Bestand für Video­kundgebungen mit einem Beamer, einer Autobatterie mit Wandler und einer Leinwand auf.

Mehr Informationen: http://xonido.blogsport.de

Free Mumia

Das Berliner Bündnis 'Freiheit für Mumia Abu-Jamal ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und unabhängig von Parteien, Gewerkschaften und Verbänden. Die Arbeitsschwerpunkte liegen bei den Themen: Menschenrechte/Antirassismus und direkte Unterstützung von Gefangenen sowie die Forderung nach der endgültigen Freilassung des afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal und die Aufklärung seines Falls. Geplant ist eine Ausstellung "Mumia Abu-Jamal und die sozialen Ungleichheiten in us-amerikanischen Gefängnissen". Diese wird von Veranstaltungen begleitet. Netzwerk fördert den Druck der Ausstellungstafeln.

Mehr Informationen: http://www.freiheit-fuer-mumia.de

Wem gehört Kreuzberg? - Plakat-Aktion

Die Stadteilinitiative 'Wem gehört Kreuzberg' fördern wir in diesem Jahr zum zweiten mal. Um ihre Ziele und eine größtmögliche Öffentlichkeit zu erreichen, plant die Gruppe eine Plakat-Initiative (auch mit Flyern, Flugblättern, Filmveranstaltungen) im öffentlichen Raum. Die Plakate sollen sich in verschiedenen Sprachen an die alten und neuen Bewohner_innen der Stadt richten und auf den grundrecht- und menschenverachtenden Umgang mit Wohnraum als Profitquelle hinweisen. Die Plakat-Initiative fügt sich dabei in weitere Aktionen ein, wie beispielsweise Begehungen, Kundgebungen und Demonstrationen. Netzwerk finanziert den Druck der Plakate.

Mehr Informationen: http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de

Pride Parade 2014

Die Pride Parade wird, wie schon im letzten Jahr, vom Bündnis Disability & Mad Pride Berlin veranstaltet. Die Parade soll Betroffenen eine Gelegenheit bieten, ihre Interessen als 'Behinderte' und 'Verrückte' in einem linken Kontext und jenseits des offiziellen Diskurses zu artikulieren. Sie zielt auf einen neuen, basisorientierten und linken Organisationsansatz von 'behinderten' und 'verrückten' Menschen. Damit wendet sie sich gegen Tendenzen der Bürokratisierung, Verstaatlichung und Institutionalisierung von Behindertenpolitik. Netzwerk bezahlt die Technik und beteiligt sich an den Materialkosten.

Mehr Informationen: http://www.pride-parade.de

Work in Progress - menschenwürdige Arbeit weltweit

Als Vorbereitung auf das Weltfest am Boxi soll in diesem Jahr ein Entwicklungspolitischer Stammtisch stattfinden, der sich mit vier Veranstaltungen dem Thema menschenwürdige Arbeit widmen soll. Neben Filmabenden mit anschließender Diskussion, sollen auch Referent_innen Gelegenheit bekommen, Projekte alternativer Arbeitsorganisationen vorzustellen. In Zusammenarbeit mit dem 'Studio Ansage', der das Weltfest 2014 live via 88vier (Radiosender) übertragen wird, soll vorher eine 'Round table' - Studiodiskussion stattfinden, in der Vertreter_innen unterschiedlicher NGOs den Status quo der globalen Arbeitsbedingungen erläutern und Ansätze alternativer, menschengerechter und nachhaltiger Organisation von Arbeit darstellen. Netzwerk finanziert Mieten und Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: http://weltfest-am-boxi.de

Lili-Elbe-Archiv

Das LEA ist eine moderne, unabhängige, betroffenenkontrollierte Archiveinrichtung für alle, die einmalige Zeugnisse zur älteren, neueren und neusten deutschen sowie internationalen Geschichte von nicht normativen Geschlechtlichkeiten als Archivgut sichert, allen zugänglich macht. Das Archiv möchte nun seinen Bestand (und neue Zugänge) digitalisieren, um einen wichtigen Schritt zur längerfristigen Erhaltung und  Verfügbarkeit von historischen, teilweise einmaligem Material zu ermöglichen. Es handelt sich dabei um ca. 10.000 Dokumente, die teilweise ins Jahr 1698 zurück reichen. Netzwerk unterstützt das Archiv mit Anschaffungskosten.

Mehr Informationen: http://www.lili-elbe-archive.org

Straßenaktion zum Thema Racial Profiling

Im September plant der Bund für Antidiskriminierungs­ und Bildungsarbeit (BDB) mehrere Straßenaktionen, um auf Racial Profiling im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen. Ein mobiler Infostand, der vor allem dort steht, wo Betroffene verstärkt zu finden sein können, soll gezielt informieren. Dabei soll auch der jeweilige Ort an sich  miteinbezogen werden. Das bedeutet beispielsweise die Besitzer_innen aus anliegenden Bars und Cafés und Migrant_innen aus Vereins­ oder Gebetsräumen mit einzubeziehen und gegebenenfalls gemeinsame Strategien zu entwickeln. Netzwerk beteiligt sich an den Druck- und Materialkosten.

Mehr Informationen: http://www.bdb-germany.de

Suppe & Mucke

Am Samstag den 6. September 2014 soll der Friedrichshainer Kiez zum sechsten Mal in Folge "kochen". Rund um den Comeniusplatz werden an ca. 60 Ständen Projekte, Vereine und Initiativen aus dem kulturellen sozialen und politischen Bereich ihre Arbeit vorstellen und den Besucher_innen ihre Suppenkreationen zeigen. Im Rahmen des nicht­kommerziellen Politfestes werden auf der Podiumsbühne lokale Akteur_innen und Anwohner_innen über aktuelle politische und soziale Themen diskutieren sowie Workshops für Interessierte zu unterschiedlichen sozialen, politischen und ökologischen Schwerpunkten angeboten werden. Netzwerk fördert die Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: https://suppeundmucke.de

Ferienuni - den Gegenstrom schwimmen

Die 9. Ferienuniversität Kritischer Psychologie 'Den Gegenstrom schwimmen' soll  dieses Jahr zwischen dem 16.­ und 20. September in den Räumen der FU stattfinden. Ziel ist es Akteur_innen aus kritischen Wissenschaften und politischer sowie psychologischer Praxis Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, zur Vernetzung und zur Reflexion von Theorie und Praxis zu bieten. Dabei sollen Konzepte vermittelt werden, die sich an der Kritischen Psychologie orientieren. Angesichts der Marginalisierung Kritischer Psychologie bzw. kritischer Wissenschaft im Allgemeinen und im Universitätsbetrieb soll mit dem Konzept regelmäßiger Ferienuniversitäten eine Doppelfunktion erfüllt werden: Es soll sowohl ein Raum für die Vermittlung kritischer Inhalte in Form von  Einführungsveranstaltungen, als auch ein Raum für deren Weiterentwicklung etabliert werden. Netzwerk beteiligt sich an den Veranstaltungskosten.

Mehr Informationen: http://2014.ferienuni.de

Geschichte der Zwangsarbeit in der Berthold AG (heutiger MehringHof)

Innerhalb der selbstverwalteten Schule für Erwachsenenbildung (SFE) hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der sich der Geschichtsaufarbeitung des heutigen MehringHof­Gebäudes, im Kontext des Themas Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und im Speziellen bei der Messinglinienfabrik und Schriftgießerei H. Berthold AG widmet. Ziel ist es eine Bibliographie, im Kontext einer Wander­-Ausstellung und Veranstaltungsreihe (Filme und Zeitzeug_innengespräche), zu erstellen, die im Rahmen politischer Bildung genutzt werden kann. Abschließend soll auch eine Gedenktafel für die von Zwangsarbeit betroffenen Personen auf dem Gelände des
Mehringhofes angebracht werden. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten der Infobroschüre.

Mehr Informationen: http://www.sfeberlin.de

Verfolgungsgrund "Asozial" im NS

Die Berliner Gruppe der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. möchte mit einer Veranstaltungsreihe im Herbst erreichen, dass das ehemalige Konzentrationslager für  junge Mädchen und vor allem der Verfolgungsgrund „Asozial" mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Die Veranstaltung beinhaltet eine Wanderausstellung, die an unterschiedlichen Orten (Jugendzentren, Bürgerämter u.a.) in Berlin gezeigt wird. Ebenso sind Rundgänge mit Schulklassen und Abendveranstaltungen geplant. Höhepunkt sind eine Lesung und ein Konzert, bei dem Zeitzeuginnen und ehemalige Verfolgte im Fokus stehen. Netzwerk finanziert die Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: http://www.gedenkort-kz-uckermark.de

Berliner Chronik rassistischer Polizeigewalt

Die KOP wurde 2002 durch die Opferberatungsstelle ReachOut, dem Antidiskriminierungsbüro, dem Ermittlungsausschuss und durch Netzwerk Selbsthilfe ins Leben gerufen. In den letzten 12 Jahren konnten über 130 Vorfälle rassistischer Polizeigewalt in einer berlinweiten Chronik zusammengestellt werden. Ziel der Chronik ist es, die Öffentlichkeit für das Thema rassistisch motivierter Polizeigewalt zu sensibilisieren und die Position der Betroffenen zu stärken, indem ihre Sichtweise der Ereignisse wiedergegeben wird. Bisher wurde die Berliner Chronik nur auf der Homepage von KOP als PDF veröffentlicht. Die Broschüre soll zudem 12 Fallbeispiele enthalten, die typische institutionelle Mechanismen rassistischer Polizeigewalt aufzeigen und Informationen zu „Was darf die Polizei? Was darf sie nicht?" oder „Du musst kein_e Held_in sein, um Zivilcourage zu zeigen", liefern. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten der Broschüre.

Mehr Informationen: http://www.kop-berlin.de

Gedenken an Erich Mühsam

Am 1. Juli 2014 jährt sich der Todestag von Erich Mühsam zum 80. Mal. Der Ermordung soll am 12. Juli mit einer würdevollen und öffentlichen Gedenkveranstaltung am KZ  Oranienburg gedacht werden. Im Vorfeld soll es einen antifaschistischen  Stadtspaziergang durch die Oranienburger Innenstadt geben. Teil des Gendenkens ist  auch eine Broschüre mit Informationen zu Mühsams Werk und Leben, die bundesweit  verschickt werden soll. Netzwerk übernimmt den Druck der Broschüre und einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: http://www.erichmuehsamfest.de

Linker Jugendkongress 2014

Bereits 2013  fand der 1. LiKo von Netzwerk gefördert in Berlin statt. Die Idee ist es, einen von  Jugendlichen selbstorganisierten Raum zu schaffen, in dem Diskussion über linke  Themen, kulturelle Angebote, Vernetzung und Kennenlernen ihren Platz haben. Linke Jugendorganisationen befinden sich seit Jahren im Niedergang. Mit dem Kongress sollen wieder mehr junge Leute politisiert und aktiv werden. Der Kongress soll vom 3. bis 5. Oktober 2014 in der Bunten Kuh und im KuBiZ in Weißensee stattfinden. Dabei werden in mehren Zeitschienen zu unterschiedlichen Themen Workshops angeboten. Netzwerk bezuschusst die Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: http://jukoberlin.blogsport.de

Ein Jahr NSU- ­Prozess - Wir  ziehen Bilanz!

Das Ziel des Bündnis gegen Rassismus ist es, eine größere Öffentlichkeit zum NSU zu informieren. Dabei zeigt sich, dass aus ihrer Perspektive sowohl eine konsequente Aufarbeitung des NSU­-Terrors, als auch eine breite öffentliche Basis fehlt, die dies fordern würde. Das geplante Format der Veranstaltung ist eine Podiumsdiskussion mit 3­4 Personen (bisher: Antonia von der  Behrens, Anwältin von Fa. Kubasik; Lisa Washington, Aktivistin von 'Stop racial  Profiling - angefragt: Elif Kubasik und eine Person der Initiative 'Keupstr. ist überall'). Die Veranstaltung soll im Ballhaus Naunynstraße stattfinden und per Video­ und Audioaufzeichnung anschließend online zur Verfügung stehen. Netzwerk beteiligt sich an den Kosten der Veranstaltung.

Mehr Informationen: http://www.buendnis-gegen-rassismus.de

Rechtsextremismus und Alltagsrassismus in Kitas - Erscheinungsformen und Gegenstrategien

Die Arbeitsgruppe 'Engagement gegen Rechtsextremismus' entstand aus der AG des  Frauenbeirats Pankow. Im Frauenbeirat arbeiten Bürger_innen ehrenamtlich zu  politischen Themen, die aus ihrer Sicht wichtig für den Bezirk sind. Die AG ist in der  Wahl ihrer Themen und Arbeitsweisen völlig frei und erhält vom Bezirksamt keine  Weisung und keine Finanzierung. Der von der AG entwickelte Ratgeber richtet sich an Beschäftigte und Auszubildende in Kitas und der Jugend­ und Familienhilfe, an Eltern, andere Betroffene und Interessierte. Er stellt Gegenstrategien gegen Rechtsextremismus und Alltagsrassismus praktisch und anwendungsbezogen dar.  Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Mehr Informationen: http://www.berlin.de/ba-pankow/verwaltung/gleichstellung/frauenbeirat.html

Büro für ungewöhnliche Maßnahmen Reloaded

Das Berliner/Kreuzberger Büro für ungewöhnliche Maßnahmen ist eine 1987 im damaligen West­Berlin gegründete Künstlergruppe, die bis Mitte der 1990er Jahre im linksalternativen Spektrum Berlins aktiv war und sich mit Politkunst beschäftigte. Die Wurzeln der Gruppe, deren zentrale Köpfe vor allem Kurt Jotter und Barbara Petersen waren, reichen zurück bis in die linken K­-Gruppen des Berlins der 1970er Jahre. Das Büro arbeitete damals vielfach mit Mitteln des Theaters, der Performance oder der  Installation. Ende des Jahres 2013 hat Kurt Jotter begonnen, die Arbeit des Büros wieder aufzunehmen und den sozialen und ökologischen Bewegungen eine politisch­künstlerische PR-­Agentur mit PR­-Beratung zur Verfügung zu stellen. Netzwerk unterstützt das BfM mit einer Anschubfinanzierung.

Mehr Informationen: https://de.wikipedia.org

Jugendliche ohne Grenzen protestieren gegen die Innenministerkonferenz

Jugendliche ohne Grenzen (JoG) ist eine bundesweite Initiative von Jugendlichen und  jugendlichen Flüchtlingen verschiedener Nationen, die sich für das Bleiberecht, für die Umsetzung der UNO-­Kinderrechte, für die Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen in Deutschland und für Gleichberechtigung und Chancengleichheit gegen eine 'stellvertretende Betroffenen-­Politik' einsetzen. Jedes Jahr veranstaltet die Initiative eine Konferenz, die parallel zur Innenministerkonferenz in Bonn stattfindet und von Aktionen, Demos, Veranstaltungen und Workshops begleitet wird. Währenddessen haben die Aktivist_innen die Möglichkeit unmittelbar mit den Innenministern in Kontakt zu kommen und sich für ihre Rechte einzusetzen. Die Konferenz findet in diesem Jahr vom 11. ­ bis 14. Juni in Bonn statt. Netzwerk übernimmt für die Flüchtlinge aus Berlin die Reisekosten.

Mehr Informationen: http://jogspace.net

Freedom not Frontex - Protestmarsch

Eine Gruppe, bestehend aus Aktivist_innen der Geflüchteten- und Migrant_innen-Bewegung und Unterstützer_innen aus dem Netzwerk des Protestcamps Oranienplatz organisieren einen Protestmarsch nach Brüssel, anlässlich der Wahl des Europaparlaments und dem Gipfeltreffen des Europäischen Rats, welcher Migration und Asyl zum Schwerpunktthema hat. Ein transnationaler, ca. 6-wöchiger Protestmarsch von Straßburg nach Brüssel ist geplant, der ab dem 20. Juni 2014 in eine Aktionswoche mündet. Netzwerk übernimmt Kosten die Zugänglichmachung von Informationen und die Ermöglichung der Teilhabe von Geflüchteten am Protest.

Mehr Informationen: http://www.freedomnotfrontex.noblogs.org

Selbstorganisation und Solidarität in Zeiten der sozialen Katastrophe

Seit zwei Jahren gibt es einen regen Austausch zwischen Basis- und Gewerkschaftsaktivist_innen aus Griechenland und Deutschland. Eine Gruppe von Gewerkschaftlern aus Deutschland und der Schweiz ist 2012 und 2013 nach Griechenland gefahren, um sich ein Bild vom Lohn- und Sozialraub, von der Verelendung und dem Widerstand in Griechenland zu machen. Dabei verstehen sie sich als Initiative von unten, sind weder als Vertreter von Parteien, noch im Auftrag von gewerkschaftlichen Dachverbänden unterwegs. Im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe zu den Entwicklungen in Südeuropa wird mittels Diskussionen und Workshops nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Netzwerk fördert die Öffentlichkeitsarbeit.

Refugees Welcome, gegen rassistische Hetze

In Berlin-Adlershof wird ab Juni eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende in Betrieb genommen. Dagegen mobilisieren rassistische Anwohner_innen und Berliner NPD. Es gibt eine Online-Petition, ein Facebook-Profil „Nein zum Heim Köpenick", Flugblätter und Sprühereien gegen die neue Unterkunft. Das von einem breiten Bündnis realisierte Zeitungsprojekt 'Adlershof Aktuell', welches als Beilage im Berliner Abendblatt im OT Adlershof erscheint, wird sich inhaltlich mit Aspekten von Rassismus und Diskriminierung, aber auch Fluchtursachen auseinandersetzen. Netzwerk übernimmt einen Teil der Druckkosten.

Neuköllner Kiezinitiative

Die Neuköllner Kiezinitiative DonauFulda gibt es seit rund zwei Jahren. Bisher haben sie vor allem Informationsveranstaltungen, Protestaktionen und Befragungen im Kiez durchgeführt. Darüber hinaus betreiben sie einen Blog und unterstützen Menschen, die konkret von Mieterhöhung und Umwandlung ihrer Mietwohnung in Eigentumswohnungen bedroht sind. Sie möchten nun ein Flugblatt-Plakat herausbringen, das mit piktogrammähnlichen Grafiken die Grundregeln für ein sinnvolles Vorgehen bei Eigentümerwechsel und Co. illustrieren. Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten.

Mehr Informationen: http://donaufulda.wordpress.com

Technikkollektiv Systemli.org

Systemli.org wurde vor elf Jahren als unkommerzieller Anbieter für datenschutzfreundliche Kommunikation gegründet und wird von einem linken Technikkollektiv betrieben. Die Gruppe bietet sichere und vertrauenswürdige Kommunikationsdienste an. Netzwerk hat die Gruppe 2012 schon einmal bei der Anschaffung von Technik unterstützt. Nun kam noch einmal eine Förderung für Öffentlichkeitsarbeit hinzu.

Mehr Informationen: http://systemli.org

Die tödlichen Folgen der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik

Auch dieses Jahr gibt die ARI die Dokumentation zur Bundesdeutschen Flüchtlingspolitik heraus. Sie ist bundesweit die umfassendste Zusammenstellung von Folgen der Flüchtlingspolitik. Sie ist eine wichtige Arbeits- und Argumentationsgrundlage, für alle, die in diesem Bereich Öffentlichkeitsarbeit machen. Auch dieses Jahr soll die Dokumentation wieder auf DVD erscheinen, da diese Art der Präsentation immer häufiger bestellt wird. Netzwerk beteiligt sich an den Recherchekosten.

Mehr Informationen: http://www.ari-berlin.org/doku/titel.htm

Berliner Ratschlag 2014 - Wem gehört die Stadt?

Der Vorbereitungskreis des 'Ratschlags Berlin' setzt sich aus mehreren Bündnissen zusammen (u.a. 'Stadtvernetzt', 'Wir bleiben alle!', 'Bündnis solidarische Stadt'). Seit November 2013 haben sie sich zusammengeschlossen, um mit dem 'Ratschlag' einen Raum für stärkere Vernetzung und den regelmäßigen Austausch der unterschiedlichen Initiativen zu schaffen und zu verstetigen. Der 'Ratschlag' findet zwischen dem 4. und 6. April 2014  in der TU statt. Dabei sollen stadtpolitische Themen in die öffentliche Diskussion gebracht werden (Ausgrenzung städtischer Infrastruktur, öffentliche Räume, Ökologie, Diskriminierung, Rassismus sowie das Thema soziale Sicherheit in Berlin). Es geht um Austausch, neue Ideen und gemeinsame Perspektiven. Grundsätzlich richtet sich die Veranstaltung an alle Menschen, die nicht zusehen wollen, wie Berlin immer weiter kommerzialisiert wird und sich gemeinsam wehren wollen. Netzwerk fördert die Öffentlichkeitsarbeit und übernimmt Materialkosten.

Mehr Informationen: http://berliner-ratschlag.org

Antifaschistische Traumatherapie

Die 'Antifaschistische Traumatherapie' ist ein loser Zusammenschluss von Einzelpersonen und Gruppen aus dem Raum Berlin, welcher seit mehren Jahren gegen den Naziaufmarsch in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) mobilisiert. Zum achten Mal wollen Nazis im Mai in Demmin aufmarschieren, um den geschichtsrevisionistischen Opfermythos der Deutschen zu verbreiten. Für die Neonazi-Szene in Mecklenburg-Vorpommern stellt die seit 2006 stattfindende Veranstaltung ein öffentlichkeitswirksames und zentrales Ereignis dar, sodass der Aufmarsch bis 2017 vorangemeldet wurde. Die Gruppe möchte in Berlin größtmöglich mobilisieren, um ihr Vorhaben - das Verhindern des Aufmarsches - zu erreichen. Netzwerk beteiligt sich an den Mobilisierungskosten.

Mehr Informationen: http://antifa-traumatheraphie.de

Wem gehört Kreuzberg?

Wem gehört Kreuzberg' ist ein Zusammenschluss von Menschen aus dem Chamisso-, Großbeeren-, und Graefekiez sowie Umgebung, die sich aktiv gegen Verdrängung durch steigende Mieten, Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, Luxusmodernisierung, spekulativen Leerstand und die massive Zunahme von Ferienwohnungen sowie gegen menschenverachtende Politik der Privatisierung und Ausbeutung einsetzen. Um die Initiative und ihre (von Netzwerk geförderte Website) bekannter zu machen, unterstützt Netzwerk die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe.

Mehr Informationen: http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de

Organisation der Emanzipation?

Die jour fixe initiative besteht seit 1997 und organisiert alljährlich Veranstaltungsreihen in der NGBK (Neue Gesellschaft für Bildende Kunst) zu verschiedenen Themen kritischer Gesellschaftstheorie. Zu den Themenreihen werden Referent_innen aus unterschiedlichen Disziplinen und sozialen Bewegungen eingeladen. Die Veranstaltungen sind eintrittsfrei. In diesem Jahr findet die Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Organisation der Emanzipation?" statt. Dabei geht es um unterschiedliche Aspekte verschiedenster Organisierungsversuche einer politischen Linken und die Frage, in welche Richtung diese verweisen können. Titel der Veranstaltungen sind u.a. 'Zur Organisation' (Michael Koltan), 'Bewegung und Organisation' (Willi Hajek) oder 'Politische Organisation oder Verwaltung der Mangelwirtschaft?' (Margarita Tsomou). Netzwerk übernimmt die Druckkosten für die Flyer.

Mehr Informationen: http://www.jourfixe.net

Aktionskonferenz "Care Revolution" 2014 - Zur verschärften Krise der sozialen Reproduktion

Das Feministische Institut Hamburg, die AK Reproduktion und die Rosa­-Luxemburg­ Stiftung veranstalten vom 14. bis zum 16. März 2014 die Aktionskonferenz "Care Revolution" in den Räumen der Rosa-­Luxemburg ­Stiftung. Die Konferenz soll ein Forum bieten, um die unterschiedlichen Aktivitäten und Kämpfe im Bereich der sozialen Reproduktion zusammenzuführen, zu vernetzen und gemeinsame  Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Den Hintergrund bildet die sich verschärfende Krise der sozialen Reproduktion innerhalb des neoliberalen Kapitalismus und die daraus folgende massive Verschlechterung der Lebensverhältnisse in verschiedenen Bereichen der Daseinsvorsorge wie Pflege, Gesundheitsversorgung, Wohnen, Kinderbetreuung, freie Wahl der Lebensverhältnisse und persönlichen Sorgebeziehungen. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit der Konferenz.

Mehr Informationen: http://care-revolution.site36.net

'Sportler_innen-Berühmtheiten der Sinti und Rroma -­ nicht im OUT'

Im April 2014 soll im Nachbarschaftshaus in der Urbanstraße die oben genannte Aussttellung eröffnet werden, organisiert vom Rroma­Informations- ­Centrum, welches aus Mitgliedern von Rroma und Nicht­-Rroma besteht. Den Organisator_innen geht es um den Diskurs, in dem gängige Klischees der doppelten Unsichtbarkeit vorherrschen. Die Ausstellung will darauf aufmerksam machen, dass es sehr wohl (Sportler_innen) Berühmtheiten in den Sinti­ und Rromacommunities gibt. Die Ausstellung umfasst 20 RollUps auf denen unterschiedliche Sportler_innen vorgestellt werden. Begleitet wird die Ausstellungseröffnung durch einem Vortrag und einem kulturellen Rahmenprogramm. Die Ausstellung ist mobil, sodass sie an verschiedenen Orten nachhaltig genutzt werden kann. Netzwerk unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: http://rroma-info-centrum.de

Arbeiter*innen Sommercamp 2014

Die IWW ist eine weltweite Gewerkschaft, die auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Seit 2006 sind die Wobbies auch im deutschsprachigen Raum aktiv. Im Juli soll nun das Arbeiter*innen Sommercamp im Kinderwald Tegler Forst  stattfinden. Dabei soll den Arbeiter*innen aus verschiedenen Ländern Basisgewerkschaftsarbeit in Workshops vermittelt werden. Es geht dabei um eine inklusive, antisexistische und rassismuskritische Gewerkschaftskultur. Ziel ist es, Lohnabhängige im Arbeitskampf zu stärken und ihnen Mittel an die Hand zu geben, die für die nächsten Auseinandersetzungen im Arbeitskampf nötig sind. Netzwerk übernimmt die Materialkosten.

Mehr Informationen: http://www.wobblies.de

Zwangsprostitution in nationalsozialistischen KZs

Die Lagergemeinschaft Ravensbrück ist eine Verfolgtenorganisation in der sich ehemalige Häftlinge, ihre Familienangehörigen und andere interessierte Menschen gemeinsam engagieren. Dazu gehört ein jährliches Treffen mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Die diesjährige Jahrestagung soll sich mit Zwangsprostitution in nationalsozialistischen Konzentrationslagern auseinandersetzen. Dieses Thema hat erst in den letzten Jahren Einzug in den wissenschaftlichen Diskurs gefunden, wird immer noch nicht breit diskutiert und es hat wohl keine Frau eine Entschädigung oder gesellschaftliche Anerkennung erhalten. Die Jahrestagung wird mehrere theoretische Impulse mit Referentinnen geben. Ein moderiertes Podiumsgespräch und Kleingruppendiskusionen sollen die unterschiedlichen Blickwinkel auf den Punkt bringen. Netzwerk beteiligt sich an den Organisationskosten.

Mehr Informationen: http://www.lg-ravensbrueck.de

Organ Kritischer Kunst - Occupied Spaces - Besetzte  Räume -

Das OKK (Organ kritischer Kunst) ist ein Projektraum im Berliner Wedding und arbeitet mit Künstler_innen und Aktivist_innen an der Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Aktivismus. Sozial motivierte Kunst zu repräsentieren und kritische künstlerische Projekte zu entwickeln ist die Hauptarbeit der OKK-­Arbeitsgruppen. Occupied Spaces ist eine Fotografie­ und Videoausstellung zu den Protesten in der Ukraine (Kiew) mit Fotos von Yevgenia Belorusets, die zwischen dem 31. Januar bis 8. Februar 2014 stattfinden soll. Dabei soll die  Ausstellung die verschiedenen Positionen des Protestes thematisieren. Im Fokus steht die lobbylose Landbevölkerung, die zum Protest in die Städte zieht und öffentliche Räume besetzt. Die nationalistischen und faschistischen Strömungen des Protestes (Svoboda Partei) werden ebenso kritisch thematisiert, wie die vereinfachte Darstellung der Mainstream-­Berichterstattung. Netzwerk beteiligt sichan den Kosten für Rahmen, Druckkosten und Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Informationen: http://www.kritische-kunst.org

Linke Jugendarbeit in Lichtenberg verteidigen!

Eine aktive Jugendgruppe aus Lichtenberg unterstützt antifaschistische und antirassistische Initiativen im Berliner Bezirk Lichtenberg. Ein Info-Café dient alternativen Jugendlichen im Bezirk als Anlaufstelle. Damit die wichtige Arbeit fortgesetzt werden kann, unterstützt Netzwerk die Gruppe mit der Übernahme von Sachkosten.

 

Dank eines Einzelspenders wurden in 2014 zwei größere Spenden an politische Projekte weiter geleitet.

Und zwar an:

Das Büro für Medizinische Flüchtlingshilfe &

Women in exile & friends