Bestellen | Spenden | Mitglieder | Übersicht | Impressum |

Ermittlungsausschuss Berlin

69 fünfmal die 2

Vom Ermittlungsausschuss (EA) werden seit über 30 Jahren politisch engagierte Menschen vor, während und nach Demonstrationen betreut und beraten.

Wie entstand der EA?

Nach der Straßenschlacht am Fraenkelufer am 12. Dezember 1980, bei dem das Haus am Fraenkelufer 48 von Berliner Hausbesetzer_innen gegen die Räumung durch die Polizei verteidigt wurden, gründete sich der Berliner EA. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Besetzer_innen und Polizei wurden über 100 Menschen festgenommen. Anwält_innen und Angehörige der Autonomen Szene waren sich einig, dass die Arbeit koordiniert werden muss, um den Betroffenen gezielt zu helfen und sie bei der Auseinandersetzung mit Polizei und Gerichten zu unterstützen. Im Mehringhof, direkt neben dem von Netzwerk Selbsthilfe, bezog der EA sein Büro. Die Gruppe entwickelte eine Arbeitsweise, nach der heute noch gearbeitet wird. Von Generation zu Generation werden die Erfahrungen weiter gegeben.

Was macht der EA?

Während Demonstrationen ist der EA telefonisch erreichbar. Menschen, die Festnahmen oder Polizeiübergriffe beobachtet haben, geben die Daten und Umstände der Vorfälle an den EA weiter. Der EA informiert daraufhin kooperierende Anwält_innen. Diese nehmen dann Kontakt zu den Gefangenen auf. Je nach Verfahren und Vorwurf können Menschen in der Gefangenensammelstelle betreut oder vor den Haftrichter begleitet werden.

Oft werden im Anschluss von Festnahmen bei Demonstrationen Zeug_innenaufrufe gestartet, um die Arbeit der Anwält_innen zu unterstützen. Das Büro unterstützt zudem Leute, die selbst eine Demo organisieren wollen. In der wöchentlich stattfindenden Sprechstunde gibt es Antworten auf Fragen, die auftauchen, sobald es Post vom Staat in Form von Vorladungen, Strafbefehlen u.ä. aufgrund von politischem Engagement gibt.

Sprechstunde des EA immer Dienstags von 20-22 Uhr zu allen Fragen rund um Repression.

Internetseite: http://ea-berlin.net