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Netzwerk Kalender 2010

Bildung, was war das gleich?

Es begann in Wien und es dauerte eine Zeit, bis man im Nachbarland wirklich Notiz davon nahm. Doch Anfang November 2009 griff das Lauffeuer über und bundesweit protestierten 85.000 SchülerInnen und Studierende für bessere Studien- und Lernbedingungen, gegen die Ökonomisierung der Bildungslandschaft und für freien Zugang zu Bildung für alle.

Vor der Umarmung durch die Medien und die Politik, die sich der neuen Protestbewegung in anbiedernder Weise an den Hals werfen, kann man sich nicht genug hüten. Hier geht es darum, die Forderungen des Streiks wegzukuscheln, bis am Ende alle damit glücklich sind, wenn es eine Handvoll mehr Bafög gibt und die Anerkennung der Credit Points aus dem Auslandssemester etwas kulanter gehandhabt wird. Es geht aber nicht um Kinderkrankheiten von Bologna und einzelne kleine Stellschrauben des nur etwas angerosteten Hochschulsystems, sondern um die grundsätzliche Frage, ob Bildung ein öffentliches Gut und soziales Recht sein soll und die Demokratisierung der (Hoch-)Schullandschaft betrieben wird oder ob die Visionen Annette Schavans und der Bertelsmannstiftung von der privat- und gebührenfinanzierten Eliteuni für reiche Kinder Realität werden.

Um dabei zu helfen, französische bzw. österreichische Verhältnisse zu schaffen und im Dschungel des Uni- und Schulalltags etwas Orientierung zu geben, haben wir diesen Kalender herausgegeben Wir hoffen, dass der Kalender ein nützlicher Begleiter bei den kommenden Kämpfen sein wird und wünschen ein tolles 2010!

 

Bildungsprotest, der Textteil des Kalenderprojekts 2010, als pdf-Datei zum herunterladen und lesen.