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WORKSHOPREIHE: INKLUSIVE KLASSENPOLITIK

im Museum des Kapitalismus

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite Workshopreihe zum diesjährigen Themenschwerpunkt "Klassismus und inklusiver Klassenpolitik" geht bald los. In dieser Workshopreihe werden die Zusammenhänge und Wirkmechanismen zwischen Klassismus, Intersektionalität und aktueller linker Klassenpolitik im Kapitalismus untersucht. Diese Reihe ist als Einführung in die Thematik gedacht.

Bei Interesse meldet euch per Mail an:

kontakt(ätt)museumdeskapitalismus.de

Alle Informationen: www.museumdeskapitalismus.de

Wann: 24. September 2022 | 10h-15h

Workshpop I

Klassismus - Eine Einführung

Ist Klassismus ein individuelles Problem? Hat es überhaupt etwas mit dem Kapitalismus zu tun? Und was ist Klassismus eigentlich?

In diesem ersten Workshop der Reihe untersuchen wir die historische Herleitung der klassenbezogenen Ungerechtigkeiten im Kapitalismus, beleuchten, was "Klasse" ist und warum die Diskussion darum in der breiten Öffentlichkeit verschleiert wird. Wir betrachten unterschiedliche Formen der (klassenbezogenen) Unterdrückung und ihre Funktion im Alltag und Medien.

Ziel dieses Workshops ist die Sensibilisierung für die strukturelle Diskriminierung im Alltag, das Erkennen von unterschiedlichen Aspekten und Darstellungsperspektiven von Klassismus und das Erlernen von möglichem Argumentationslinien gegen diese Diskriminierungsform.

15. Oktober 2022 | 10h-15h
Workshpop II
Intersektionen - Soziale Positionen im Kapitalismus
Welche Herrschaftsformen und Ausschlüsse gibt es in unserer Gesellschaft? Wie wirken diese zusammen und treten im Alltag in Erscheinung?

In diesem Workshop wollen wir uns dem Konzept der Intersektionalität nähern. Dieses wurde 1989 von Kimberlé Crenshaw, einer Juristin, entwickelt. Die in dem Begriff enthaltene Metapher der "intersection" - was auf englisch Straßenkreuzung bedeutet - soll das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen verdeutlichen.

Anhand von Videomaterial, Zeitungsartikeln, interaktiven Spielen und theoretischen Texten werden wir uns mit Definition, Entstehungsgeschichte und Implikationen des Konzepts beschäftigen. Insbesondere soll beleuchtet werden, wo und wie sich Klassismus im Bild der Straßenkreuzung verorten lässt und gemeinsam erarbeitet werden, wie sich Klassismus und andere Diskriminierungsformen gegenseitig beeinflussen.

Wann: 29. Oktober 2022 | 18h

Podiumsdiskussion

Warum schämst du dich? - Gesprächsrunde zu Scham, Klasse und Klassismus

Wer schämt sich und wer sollte sich eigentlich schämen? Wie hängt Scham mit der Klassenherkunft und der Klassenposition zusammen? Wie kann das Schamgefühl aufgefangen werden? Und was brauch es um sich von der neoliberalen Erklärung unabhängig zu machen, für die gesellschaftliche Lage ausschließlich selbst verantwortlich zu sein und in Schuldgefühlen zu versinken? Kann Scham ein Ausgangspunkt für Stärkung des Selbstbewusstseins und gar individuelle und kollektive Politisierung sein? Und was ist eigentlich mit dem gesunden Arbeiter*innenstolz?

Angefragt sind u.a. Tanja Abou, Christian Baron und Vertreter- *innen von "Klassismus ist keine Kunstepoche" (KIKK) und dem "Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Berlin".

Wann: 12. November 2022 | 10h-15h

Workshpop III

Klassismus in linken Diskursen

In der linken Szene wird sich, wenn es um Klassismus und Intersektionalität geht, oft an diesem Punkt gespalten: Identitätspolitik oder Klassenkampf! Dabei war der Begriff der Identitätspolitik anfänglich gar nicht als Gegensatz zum Klassenkampf, sondern in erster Linie als zu diesem empowernd gemeint.

Ziel dieses letzten Workshops ist daher die differenzierte Betrachtung von Identitätspolitik und die Bestärkung dessen, wie wichtig es ist Fragen von Klasse, Klassenherkunft und Klassismus innerhalb linker Organisierung auf dem Schirm zu haben.

Alle Informationen: www.museumdeskapitalismus.de