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neues von netzwerk - januar 2024

Liebe Projekte, Aktive und Initiativen,

seit der Recherche von correctiv, die vor mittlerweile drei Wochen veröffentlicht wurde, ist das Thema Antifaschismus in aller Munde. Gelebter Antifaschismus wird von Netzwerk seit 1978 unterstützt. So zum Beispiel in diesem Monat mit dem Support des digitalen Erinnerungsortes Wulkow, der im April online geht. Der Arbeitskreis Wulkow erforscht seit 2021 das ehemalige Außenlager des Ghettos Theresienstadt. Am kommenden Samstag, den 3. Februar, ruft das neue Aktionsbündnis Hand in Hand zur Brandmauer gegen rechts in Berlin auf und führt die Tradition der wochenlangen Protestwelle fort. Ob auf Demos, mit Stickern, Diskussionen, durch Ausstellungen, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder mit einer Spende an Netzwerk – der Widerstand bleibt intersektional! Und damit ihr bei all den Demos und Kundgebungen im Winter nicht friert, empfehlen wir euch einen Gang zum Winter-Flohmarkt in der Regenbogenfabrik am Sonntag, den 11. Februar.

Bleibt stark!

Euer Netzwerk-Team

Inhalt

Mitglied des Monats
content e.V. – Verein zur Förderung alternativer Medien mit dem Projekt labournet.tv
 
 
1. SNACK-Magazin
2. BuKo – Arbeitsschwerpunkt Digitalisierung
3. Erinnerungsort Wulkow
4. Content e.V. mit labournet.tv
5. Förderschwerpunkt Jugendinitiativen-Support: Antifaschistisches Liederbuch
 
Veranstaltungen und Co
 
Solitresen und Input: Reproduktionstechnologien
Vortrag: Die Kommunalpolitik der AfD
Podiumsdiskussion (Online): Rechtliche Situation der Seenotrettung
Demonstration: Rache am Patriarchat
Offene Tür: SfE- Selbstverwaltete Schule im Mehringhof
Gedenken: 4 Jahre Attentate von Hanau
Support: Leftvision braucht Unterstützung!
 
In eigener Sache
 

 

Mitglied des Monats

Projekte als Netzwerk-Mitglieder: https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/spenden/projekte-mitglieder-133

content e.V. – Verein zur Förderung alternativer Medien mit dem Projekt labournet.tv

labournet.tv ist ein Online-Archiv für Filme aus der Arbeiter*innenbewegung – alten und neuen – aus allen Teilen der Welt. Im Zentrum stehen die Situation der Lohnarbeiter*innen, ihre Selbstorganisierung, historische und aktuelle Arbeitskämpfe und gesellschaftliche Alternativmodelle. labournet.tv ist auch eine Bewegte-Bilder-Suchmaschine für die Geschichte der Klassenkämpfe auf allen Kontinenten. Was bislang nur schwer auffindbar ist, etwa auf kommerziellen Videoplattformen oder in geschlossenen Filmarchiven, sammeln sie auf labournet.tv. Sie untertiteln die Filme und machen sie kostenlos zugänglich, online und für Veranstaltungen. Bisher umfasst das Archiv 1000 Videos aus 60 Ländern, jedes Jahr kommen 50 neue dazu. – Ein reicher Fundus für politische Bildungsarbeit.

 

Geförderte Projekte Januar 2024

 

1. SNACK-Magazin

SNACK ist ein auf Spenden basiertes Projekt aus Berlin, das 2022 von einem Kollektiv ehrenamtlicher Mitglieder ins Leben gerufen wurde. SNACK möchte auf patriarchale Strukturen und deren Überschneidungen mit Transfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit, Rassismus und sozialer Ungerechtigkeit beleuchten und für alle zugänglich machen. Das SNACK-Magazin soll so den Einstieg in künstlerisches, literarisches Arbeiten, Veröffentlichen und Konsumieren für FLINTA*-Personen vereinfachen.

Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten für die 2. Ausgabe des SNACK Magazins.

 

2. BUKO – Arbeitsschwerpunkt Digitalisierung

Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) steht für emanzipatorische Politik, radikale Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse und für eine internationalistische Bewegung. Im Zusammenhang mit Diskussionen um „Recht auf Stadt“ hat sich der Arbeitskreis Digitalisierung mit den Konzepten der Smart Cities beschäftigt und die Ergebnisse in Artikeln festgehalten. Das Ziel ist eine kritische Betrachtung der „Heilsversprechen der Digitalisierung“ mit Blick auf Städte wie z.B. Berlin zur Verfügung zu stellen, die in Form einer Broschüre veröffentlicht werden soll.

Netzwerk finanziert den Druck der Broschüre.

 

3. Erinnerungsort Wulkow

Der Arbeitskreis Wulkow erarbeitet aktuell eine Online-Ausstellung, die am 6. April 2024 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Von März 1944 bis Februar 1945 befand sich in Wulkow, etwa 60 Kilometer östlich von Berlin, ein Außenlager des Ghettos Theresienstadt. Rund 350 als Juden und Jüdinnen verfolgte Häftlinge aus Tschechien, Deutschland und Österreich mussten dort auf einer Baustelle arbeiten. Zum Launch der Online-Ausstellung laden sie Gäst*innen aus Politik und Menschen aus der Umgebung ein. Während der Recherchen für die Website sind sie in Kontakt mit vielen Familienangehörigen von ehemaligen Wulkow-Häftlingen gekommen. Nun wollen auch Angehörige aus den USA und Australien zur Veranstaltung kommen. Die Veranstaltung findet im Schloss Trebnitz statt und soll eine Darstellung der Arbeit sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der Erinnerung im ländlichen Raum“ enthalten.

Netzwerk finanziert Kopfhörer für Simultandolmetschende und einen Teil der Miete.

 

4. Content e.V. mit labournet.tv

Content e.V. engagiert sich seit 2006 für alternatives Medienschaffen, zunächst mit dem Projekt kanalB.org, einer Plattform für Videoaktivist*innen, als Partner für das Globale Filmfestival, und seit 2011 mit labournet.tv. Das ist ein Online-Archiv für Filme aus der Arbeitswelt, auf dem über 1.000 Filme und Videos kostenlos gestreamt und für die politische Bildungsarbeit verwendet werden können. 2024 wollen sie ihre monatlichen Einnahmen soweit steigern, dass sie ihre Arbeit mittel- und langfristig fortsetzen können. Hierfür planen sie eine Kampagne, mit der sie neue Fördermitglieder gewinnen wollen.

Netzwerk fördert die Druckkosten für die geplante Kampagne.

 

5. Förderschwerpunkt Jugendinitiativen-Support: Antifaschistisches Liederbuch

Eine Gruppe politisch aktiver Jugendlicher aus Berlin möchte an die Lieder, die vielen Generationen von Jugendlichen einen Klang gaben, den Widerstandsgeist gegen den Faschismus aufzeigten und weitertrugen, aber heute fast vollständig in Vergessenheit geraten sind, erinnern. Hierfür haben sie 60 antifaschistische Lieder zusammengetragen und mit Hinweisen zur historischen Einordnung eigenständig gelayoutet. Das Liederbuch soll demnächst in den Druck gehen und an einschlägigen Orten gegen Spende verteilt werden.

Netzwerk beteiligt sich an den Druckkosten für das Liederbuch.

 

Veranstaltungen und Co

 

Solitresen und Input: Reproduktionstechnologien

Beim Solitresen Queerhimmel3000 im faq Infoladen in Neukölln gibt es am Freitag, den 2. Februar, ab 20 Uhr, einen Input vom Gen-ethischen Netzwerk zu Reproduktionstechnologien. Eizell“spenden“ und Leihschwangerschaften legalisieren!? Was bedeutet das für Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch, wer sind die Spender*innen und was ist ihre Motivation? Liegt darin eine Chance für queere Familiengründung und was hat das alles mit reproduktiver Gerechtigkeit zu tun? Bitte getestet kommen!

Wann & Wo? Freitag, 2. Februar, ab 19 Uhr (Programm ab 20 Uhr), faq Infoladen, Jonasstr. 40

Mehr Infos: https://www.instagram.com/faq_infoladen & https://www.gen-ethisches-netzwerk.de

 

Vortrag: Die Kommunalpolitik der AfD

Bei dem Vortrag „Die Kommunalpolitik der AfD als Herausforderung für die Demokratie“ wird Cash Hauke seine im Auftrag des Moses-Mendelsohn-Zentrum durchgeführte Studie zur kommunalpolitischen Praxis der AfD vorstellen. Diese beleuchtet, inwieweit sich die verstärkte Anwesenheit der AfD auf die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit, die Vielfältigkeit und die Arbeitsqualität der kommunalen Gremien in Brandenburg auswirkt.

Wann & Wo? Freitag, 9. Februar, 19 Uhr, Horte, Peter-Göring-Str. 25, Strausberg

Mehr Infos: https://horte-srb.de/events/vortrag-die-kommunalpolitik-der-afd-als-herausforderung-fuer-die-demokratie

 

Podiumsdiskussion (Online): Rechtliche Situation der Seenotrettung

Die Refugee Law Clinic Berlin e.V. und die Professur Recht und Migration der HU Berlin laden am 13. Februar zur Onlinediskussion „Saving lives is not a crime: legal aspects of rescue at sea in Europe“ zur Einschätzung der rechtlichen und tatsächlichen Situation von Seenotrettung auf dem Mittelmeer ein. Es diskutieren Ruben Neugebauer (Sea Watch, LeaveNoOneBehind), Alessandra Sciurba (Legal Clinic Palermo) und Ulrich Stege (Migrants’ Rights Clinic Turin, Sea Eye), moderiert von Prof. Dr. Pauline Endres de Oliveira (HU). Die Veranstaltung findet auf englischer Sprache statt.

Wann & Wo? Dienstag, 13. Februar von 18-19:30 Uhr

Mehr Infos: https://www.rlc-berlin.org/post/onlin-veranstaltung-saving-lives-is-not-a-crime-legal-aspects-of-rescue-at-sea-in-europe

 

Demonstration: Rache am Patriarchat

Die Rache-am-Patriarchat-Demo ist 2020 als Reaktion auf bildbasierte sexualisierte Übergriffe auf dem Monis-Rache-Festival entstanden. Auch dieses Jahr geht es am 14. Februar wieder gemeinsam auf die Straßen Berlins. Los geht es um 18 Uhr, gerne mit Maske und möglichst frisch negativ getestet, am Gesundbrunnen. Es handelt sich um eine FLINTA*only Demo. Nationalfahnen bleiben bitte Zuhause.

Wann & Wo? Mittwoch, 14. Februar, ab 18 Uhr, Gesundbrunnen

Mehr Infos: https://racheampatriarchatberlin.noblogs.org

 

Offene Tür: SfE- Selbstverwaltete Schule im Mehringhof

Die selbstverwaltete Schule für Erwachsenenbildung e.V. (SfE) öffnet am 17. Februar ihre Mehringhof-Türen für alle Interessierten und Neugierigen mit folgendem Programm: Ab 14 Uhr: Kaffee und Kuchen, Führungen durch die SfE mit historischem Rückblick. Es wird Info-Stände u.a. von den AGs und dem Förderverein geben, eine Ausstellung in der Käthe Hilma Galerie, Filmscreening von „Berlin Rebel High School“, SfE-Merch/Propaganda und vieles mehr. Von 18 bis 20 Uhr wird es ein gemeinsames Essen (gegen Spende) und einen ruhigen Ausklang geben.

Wann & Wo? Samstag, 17. Februar ab 14 Uhr, Gneisenaustraße 2a (2. Hinterhof), 10961 Berlin

Online unter: https://sfeberlin.de

 

Gedenken: 4 Jahre Attentate von Hanau

Der Mord an Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Mercedes Kierpacz, Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz Vili, Viorel Păun und Ferhat Unvar jährt sich am 19. Februar zum 4. mal. Die Initiative 19. Februar Hanau ruft zum bundesweiten Gedenken unter dem Titel „Say Their Names“ auf.

Wann & Wo? 19. Februar, bundesweit

Mobimaterial und weitere Informationen, online hier: https://19feb-hanau.org/2024/01/07/jahrestag-2024/

 

Support: Leftvision braucht Unterstützung!

Von den Straßenkämpfen der Großstadt bis zu den Herausforderungen in der Provinz dokumentiert der Film durch Archivmaterial, Fotos und szenische Alltagsbilder die Geschichte einer Bewegung in bisher nie gezeigtem Umfang und erweckt sie so zum Leben. ANTIFA ist kein Rückblick, sondern eine inspirierende Aufforderung zur kritischen Reflexion über die Kraft des Widerstands gegen aufkeimenden Neofaschismus. Der Film verspricht nicht nur eine Reise in die Geschichte, sondern auch einen kritischen Blick auf die Bewegung, ihre andauernde Relevanz und die enormen Herausforderungen der Gegenwart. Produktion: leftvision e.V. Länge: 90min Dispo: Kino / Video on Demand Produktionszeitraum: 1-3 Quartal 2024 Spender:innen werden auf Wunsch im Abspann genannt. 2024 soll die ANTIFA-Doku in die Kinos gehen. Für die Produktion des Films haben sie ein Crowdfunding gestartet:

Mehr Infos: https://www.betterplace.me/antifafilm

 

In eigener Sache

 

Offene ONLINE-Beratung zur Projektfinanzierung

Nächster Beratungstermin für selbstorganisierte Projekte, die auf der Suche nach Fördermitteln sind, in Kooperation mit dem AStA der TU Berlin, ist Mittwoch, der 21. Februar 2024 von 10-12 Uhr.

Wo: Online-Termine können per Mail vereinbart werden.

https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/beratung/foerdermittelberatung-117

 

Förderanträge für 2024 einreichen!

Nächster Abgabetermin für laufende Anträge ist Montag, der 5. Februar 2024.

https://www.netzwerk-selbsthilfe.de/projektfoerderung-durch-netzwerk