Volkszählungsboykott – 1987

Widerstand gegen Datenerhebung

Die Volkszählung 1987 stieß schon kurz nach ihrer Ankündigung auf erheblichen Widerstand. Angefangen von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde, die sich noch gut an den Umgang mit Datenmaterial in Bezug auf die Fragen zur Religionszugehörigkeit 1936 erinnern konnten, bis zu den Datenschutzbeauftragten und dem Protest der linksliberalen und linksradikalen Menschen im Lande.

Daten sammeln und auswerten 

Ein wichtiger Kritikpunkt war die durch die Datenerhebung mögliche Verplanbarkeit der Bürger_innen. Der Mangel an Arbeitsplätzen, günstigem Wohnraum oder Kitaplätzen war hinlänglich bekannt, warum also nicht gleich Gelder für die Volkszählung dort nutzbringender einsetzen? Dazu hätte es keiner Volkszählung bedurft. Die Volksvertreter_innen aber waren nicht gewillt, auf die Volkszählung zu verzichten. Mit allen Mitteln wurde gegen den Volkszählungsboykott vorgegangen und das hieß in Berlin unter Innensenator Kewenig auch, die Kriminalisierung der Gegner_innen und den Einsatz von Verfassungsschützern inklusive Hausdurchsunchungen. So wurde der Mehringhof, in dem das Büro der Initiative zum Volkszählungsboykott untergebracht war, zum „terroristischen Umfeld“ erklärt und war damit vogelfrei.

Aktuell geförderte Projekte

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Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn vernetzt seit 2018 viele Initiativen, um gemeinsam gegen gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse, die untragbar sind sowie gegen das Nichtstun der Politik zu kämpfen. Das Bündnis…

Die Selbstverteidigungs-Sportgruppe von „Bad Freienwalde ist Bunt!“ hat sich im September 2025 gegründet. Anlass war ein schwerer, politisch motivierter Angriff im Juni 2025 auf eine friedliche Kundgebung der Initiative, die sich für ein…